Häufig gestellte Fragen zum Brexit

Bereiten Sie sich mit einem speziellen Projekt auf den Brexit vor?

Janus Henderson Investors hat nach dem Referendum 2016 ein Brexit-Projekt angestoßen, um die potenziellen Auswirkungen des Austritts unter anderem auf Vertrieb, behördliche Genehmigungen und Lizenzen, HR, IT und Betrieb umfassend zu beleuchten. Dadurch wollte Janus Henderson Investors die potenziellen Folgen für Anleger unabhängig vom Ausgang des Brexit so gering wie möglich halten.

Das Projektteam steht im ständigen aktiven Dialog mit Aufsichtsbehörden, Branchenverbänden und Kunden, um über alle Entwicklungen, die sich auf unsere Vorbereitungen auswirken könnten, auf dem Laufenden zu sein.

Unterstützt wird das Projektteam von diversen Anwaltskanzleien aus dem Vereinigten Königreich und verschiedenen europäischen Ländern.

Wir haben eine lange Firmengeschichte im Vereinigten Königreich und in Kontinentaleuropa, und der Ausbau unseres bestehenden Büros in Luxemburg ist inzwischen abgeschlossen. Damit sind wir gut aufgestellt, um unsere Kunden aus aller Welt auch nach dem Brexit zu unterstützen.

Werden Sie neue Produktlinien auflegen oder strukturelle Änderungen an Produkten vornehmen?

Janus Henderson Investors verfügt über etablierte Fondsreihen im Vereinigten Königreich, in Luxemburg und Irland. Wir planen derzeit die Auflegung eines neuen Teilfonds in Luxemburg im Rahmen unserer bestehenden SICAV-Struktur. Dieser soll eine Strategie nachbilden, die zurzeit nur in der Struktur eines UK-Fonds verfügbar ist.

Wir wollen strukturelle Änderungen an Produkten vermeiden. Daher haben wir ein paar kleinere Klarstellungen unseres Ansatzes zur Beschreibung einiger Anlageziele vorgenommen, um sicherzustellen, dass diese Fonds weiter wie bisher in britischen Vermögenswerten investieren können.

Werden Sie EU-Anleger, die in UK-Fonds investiert sind, in luxemburgische oder irische Fonds umschichten?

Die meisten unserer EU-Anleger sind bereits in unsere luxemburgischen oder irischen Fondsreihen investiert.

Zurzeit haben wir keine Pläne und sehen keine Veranlassung, EU-Kunden, die sich für eine Anlage in einen im Vereinigten Königreich domizilierten Fonds entschieden haben, in andere Fonds umzuschichten.

Wir gehen davon aus, dass die Fähigkeit bestehender Anleger in den meisten EU-Ländern ihre Anlagen weiter zu halten oder unsere Fähigkeit, diesen Anlegern weiter Bericht zu erstatten oder sie mit Informationen über bestehende Anlagen zu versorgen, durch den Brexit nicht beeinträchtigt wird. Dennoch überwachen wir, ob Janus Henderson auch weiter in der Lage sein wird, UK-Fonds in der EU anzubieten.

Sollten Sie wegen des Brexits Bedenken im Hinblick auf Ihre Anlage in einen Janus Henderson Fonds bzw. Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Kundenberater oder senden Sie uns eine E-Mail an sales.support@janushenderson.com .

Werden Sie für Ihre luxemburgischen und irischen Fonds die befristete Zulassung gemäß dem „Temporary Permissions Regime“ („TPR”) der britischen Finanzaufsicht FCA beantragen?

Wir haben für unsere im Vereinigten Königreich vermarkteten EU-Fonds die Zulassung gemäß dem „Temporary Permissions Regime“ beantragt. Somit können wir unsere EU-Fonds im Falle eines ungeregelten Austritts befristet weiter auf derselben Grundlage wie heute im Vereinigten Königreich anbieten.

Danach werden wir versuchen, für unsere EU-Fonds eine dauerhafte Zulassung zu erreichen, sobald die FCA mitteilt, dass dies möglich ist.

Beabsichtigen Sie, Vertriebsvereinbarungen zwischen Ihrer Vertriebsgesellschaft im Vereinigten Königreich und den EU-Vertriebspartnern zu übertragen bzw. zu kündigen?

Wir haben nicht die Absicht, unsere Vertriebsvereinbarungen mit EU-Vertriebspartnern zu übertragen bzw. zu kündigen.

Wird es infolge des Brexit Änderungen bei den Dienstleistern (z. B. Transferstelle oder Depotbank) für die Fonds geben?

Änderungen unserer Dienstleister wegen des Brexit sind nicht erforderlich. Die bestehenden Dienstleister für die EU-Fonds haben ihren Sitz in der EU und die Dienstleister für die UK-Fonds haben ihren Sitz im Vereinigten Königreich.

Werden Sie ein Büro bzw. eine Verwaltungsgesellschaft an einem neuen EU-Standort gründen oder beabsichtigen Sie, eine bestehende Niederlassung in der EU stärker in den Vordergrund zu rücken? Wenn ja, welche Standorte?

Nein. Janus Henderson Investors ist seit geraumer Zeit in Kontinentaleuropa präsent. Wir unterhalten Büros in Luxemburg, Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und den Niederlanden.

Wir haben unser bestehendes Büro in Luxemburg erweitert, um eine zusätzliche Kontrolle über unsere Aktivitäten in Kontinentaleuropa zu gewährleisten. Dazu haben wir zusätzliche Mitarbeiter in den Bereichen Vermögensverwaltung, Überwachung, Fondsbetrieb/Operations, Compliance, Risikomanagement und Vertriebskontrolle eingestellt.

Werden Sie die Vermögensverwaltung Ihrer Publikumsfonds vom Vereinigten Königreich in die EU verlegen?

Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) und die Finanzmarktaufsicht im Vereinigten Königreich FCA haben bestätigt, dass sich FCA, ESMA und die Behörden der 27 EU-Staaten auf Absichtserklärungen geeinigt haben. Durch diese klare Regelung werden die Vermögensverwaltungsgesellschaften von Janus Henderson im Vereinigten Königreich im Falle eines harten Brexit weiter in der Lage sein, die Fonds der Verwaltungsgesellschaften in Luxemburg und Irland zu verwalten.

Die Vermögensverwaltung unserer UK-Fonds bleibt unberührt, da die Fonds im Vereinigen Königreich domiziliert sind und ihr Vermögensverwalter im Vereinigten Königreich sitzt.

Wie wird sich der Brexit auf Ihr Geschäftsmodell für Handel, Verwahrung und Derivatemanagement oder auf ihre Backoffice-Funktionen (einschließlich externe Dienstleister) auswirken?

Wir stehen im ständigen Dialog mit verschiedenen Parteien, angefangen von Wertpapierhändlern über Benchmark-Anbieter, Clearing-Stellen und multilaterale Handelssysteme bis hin zu externen Administratoren. Bis dato haben wir keine zu erwartenden Änderungen bei den ausführenden Stellen, keine Notwendigkeit für Vertragsveränderungen und keine Kostensteigerungen identifiziert. Was die Benchmarks und multilateralen Handelssysteme anbelangt, erwarten wir nach Gesprächen mit den Anbietern keine Auswirkungen. JHI wird diesen Punkt aber weiterhin im Auge behalten.

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