Weltweite Dividenden auf neuem Höchststand

20.08.2018

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Die weltweiten Dividendenzahlungen legten im 2. Quartal um 12,9% zu und kletterten auf die Rekordsumme von USD 497,4 Milliarden, wie aus dem Janus Henderson Global Dividend Index hervorgeht. In fast allen Regionen stiegen die absoluten Ausschüttun¬gen. In zwölf Ländern wurden neue Rekorde aufgestellt. Darunter waren mit Frankreich, Japan und den USA drei der weltweit grössten Dividendenzahler. Der Janus Henderson Global Dividend Index beendete das Quartal auf einem neuen Rekordstand von 182,0 – demnach sind die weltweiten Ausschüttungen seit 2009 um mehr als vier Fünftel gestiegen.

Die wichtigsten Fakten
  • Die weltweiten Dividenden stiegen im 2. Quartal um 12,9% auf die Rekordsumme von USD 497,4 Milliarden
  • In zwölf Ländern wurden neue Rekorde aufgestellt, unter anderem im Frankreich, Japan und den USA
  • Das bereinigte Wachstum war mit 9,5% so hoch wie zuletzt vor drei Jahren
  • Motor des Dividendenwachstums sind in allen Teilen der Welt steigende Unter-nehmensgewinne
  • Die Vorhersage für das bereinigte Wachstum wurde von 6,0% auf 7,4% angehoben.
 
Quelle: Janus Henderson Investors
 
Wechselkurseffekte sorgten für ein höheres absolutes Dividendenwachstum. Das bereinigte Wachstum der globalen Ausschüttungen, Janus Hendersons Barometer der wesentlichen Trends, war mit 9,5% dennoch so hoch wie seit drei Jahren nicht mehr.

Im 2. Quartal spielt Europa (ohne das Vereinigte Königreich) eine dominierende Rolle, da in dem Zeitraum zwei Drittel der jährlichen Ausschüttungen in der Region fliessen. Das bereinigte Dividendenwachstum war dort so hoch wie zuletzt im 2. Quartal 2015. Die europäischen Unternehmen schütteten die Rekordsumme von USD 176,5 Milliar¬den aus, was einen Anstieg um 18,7% gegenüber dem Vorjahr bedeutete. Darin spiegelten sich die höheren Unternehmensgewinne wider, die 2017 erwirtschaftet worden waren. Das um den Währungseffekt (die europäischen Währungen notierten höher als im 2. Quartal des Vorjahres) und andere, weniger bedeutsame Faktoren bereinigte Wachstum lag bei 7,5%. In Frankreich, Deutschland, der Schweiz, den Nie¬der¬landen, Belgien, Dänemark und Irland wurden neue Rekorde aufgestellt. Nur eine  sehr kleine Zahl von Unternehmen kürzten ihre Dividenden, darunter Deutsche Bank, EDF und Credit Suisse.

In den USA stiegen die Ausschüttungen um 4,5% auf ein Allzeithoch von USD 117,1 Mil¬liarden. Das um niedrigere Sonderdividenden und Indexänderungen bereinigte Wachs¬tum erreichte mit 7,8% den höchsten Wert seit zwei Jahren. Wenngleich die US-Divi¬denden im 2. Quartal etwas langsamer gestiegen sind als im globalen Durchschnitt, war ihr Wachstum in der Vergangenheit doch stetiger als in jeder anderen Region – nur in vier Quartalen wurde innerhalb der letzten zehn Jahre ein Rückgang registriert. Nur jedes fünfzigste US-Unternehmen senkte die Ausschüttung. Besonders zu erwähnen ist hier General Electric, dessen Dividendenkürzung das Wachstum der Ausschüttungen in den USA um ein Zehntel schmälerte. Gründe waren die Einleitung eines Restrukturie¬rungsprogramms und Bemühungen des Mischkonzerns um einen Schuldenabbau. In Kanada wuchsen die Dividenden erneut schneller als in den USA.

In Japan bildet das 2. Quartal den Höhepunkt des Dividendenjahrs, und das rapide absolute Wachs-tum von 14,2% (bereinigt: 12,3%) hatte deshalb einen spürbaren Effekt auf das globale Gesamt-ergebnis. Mit USD 35,9 Milliarden erreichten die japanischen Ausschüttungen einen neuen Rekord. Bekannte Grossunternehmen wie NTT DoCoMo und Mitsubishi erhöhten ihre Dividenden um fast 25%.

In anderen asiatischen Ländern sorgten stattliche Sonderdividenden für einen rasanten Anstieg der absoluten Ausschüttungen, doch auch das bereinigte Wachstum war mit 13,5% in Hongkong und 46,9% in Singapur beeindruckend. In Singapur nutzte DBS Gewinnsteigerungen und Liquiditäts¬über-schüsse für eine üppige Dividendenerhöhung. Die Grossbank steuerte im Berichtsquartal rund die Hälfte zum Dividendenwachstum in der Wirtschaftsmetropole bei. In Hongkong leistete China Mobile den grössten positiven Beitrag. In den Schwellenländern hob Sinopec, der weltgrösste Ölproduzent, seine Dividende auf fast das Dreifache an. Gründe dafür waren höhere Gewinnmargen im Raffinerie-geschäft und ein besserer Umsatz-Mix des chinesischen Konzerns.

Die starke Zunahme der Ausschüttungen in allen Regionen der Welt hat Janus Henderson veranlasst, seine Prognose für das bereinigte Dividendenwachstum im Gesamtjahr 2018 von 6,0% auf 7,4% anzuheben. Allerdings hat das Wiedererstarken des US-Dollars einen negativen Effekt. In der zweiten Jahreshälfte werden die Dividenden zu ungünstigeren Wechselkursen in US-Dollar umgerechnet werden, und die Prognose von Janus Henderson für 2018 bleibt aus diesem Grund unverändert bei USD 1,358 Billionen – das entspricht einem absoluten Dividendenwachstum von 8,6% gegenüber dem Vorjahr. 
 
Quelle: Janus Henderson Investors
 

Ben Lofthouse, Head of Global Equity Income bei Janus Henderson:„Das 2. Quartal übertraf unsere Erwartungen in allen Regionen der Welt. Dividendenorientierte Anleger können sich über Rekordausschüttungen und ein kräftiges Wachstum freuen. Potenzial für weitere Steigerungen ist ebenfalls vorhanden. Selbst in Regionen wie Europa, die bei Anlegern gerade nicht sehr gefragt sind, geht der Anstieg der Ausschüttungen weiter, angetrieben vom Wirtschafts- und Gewinnwachstum.

Wenn wir den Blick etwas in die Zukunft richten, ist zu bedenken, dass die eskalierenden Aus-einandersetzungen mit den USA über Zölle die Unternehmensgewinne bremsen könnten – in wel¬chem Masse, ist zurzeit allerdings noch völlig ungewiss. Wir bleiben dennoch optimistisch, dass die Unternehmen ihre Gewinne im nächsten Jahr insgesamt weiter steigern werden. In wichtigen Teilen der Welt, beispielsweise in Japan, haben zudem die Ausschüttungsquoten noch Luft nach oben. Die Dividenden sind auf jeden Fall weniger volatil als die Gewinne und wir sind zuversichtlich, dass auch 2019 ein Jahr wird, in dem das globale Ergebnis auf bereinigter Basis erneut wachsen wird. Die Entwicklung des US-Dollars kann das absolute Dividendenwachstum im kommenden Jahr beein-trächtigen; längerfristig fallen Wechselkurseffekte allerdings kaum ins Gewicht.“

Die vorstehenden Einschätzungen sind die des Autors zum Zeitpunkt der Veröffentlichung und können von denen anderer Personen/Teams bei Janus Henderson Investors abweichen. Die Bezugnahme auf einzelne Wertpapiere, Fonds, Sektoren oder Indizes in diesem Artikel stellt weder ein Angebot oder eine Aufforderung zu deren Erwerb oder Verkauf dar, noch ist sie Teil eines solchen Angebots oder einer solchen Aufforderung.

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