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Warum Sie im Technologiesektor investiert bleiben sollten

Matthew Bullock

Matthew Bullock

Leiter des Bereichs EMEA – Portfoliokonstruktion und Strategie


Sabrina Geppert

Sabrina Geppert

Senior Portfolio-Strategin


Mario Aguilar De Irmay, CFA

Mario Aguilar De Irmay, CFA

Senior Portfolio-Strategin


22. Juli 2022
11 Minuten Lesezeit

Das Portfoliokonstruktion und Strategie Team erklärt, warum eine Allokation im Technologiesektor für ein diversifiziertes Portfolio unerlässlich ist, und erläutert, welche Faktoren wichtig sind, damit sich die Investition auszahlt.

Wer in den letzten zehn Jahren im Technologiesektor investiert war, hat meist hervorragende Renditen eingefahren – unabhängig vom Standort des Unternehmens und davon, ob eine passive oder aktive Strategie gewählt wurde. Wir sehen verschiedene Gründe dafür, dass Tech-Aktien nach wie vor attraktive Anlagepotenziale bieten.

Technologien entfalten naturgemäß deflationäre Kräfte. Denn sie machen die Dinge schneller, billiger und effizienter. Somit sind sie ein effizientes Mittel zur Eindämmung der Inflation, da sie dem Anstieg von Beschaffungs- und Arbeitskosten entgegenwirken. Technologieunternehmen entwickeln effizientere Produkte und Dienstleistungen und tragen zur Automatisierung von Produktionsprozessen bei, weshalb die Nachfrage nach modernen Technologien bei einer anhaltend hohen Inflation potenziell steigt. Darüber hinaus könnten innovative Technologien dazu beitragen, die globalen Herausforderungen der Energie- und Nahrungsmittelversorgung zu lösen, ohne die Umwelt übermäßig zu schädigen. Auch wenn der Marktwert einiger Tech-Riesen im ersten Halbjahr 2022 deutlich gesunken ist, sollten die strukturellen Wachstumsthemen, die die Nachfrage nach Technologien antreiben, nicht in Vergessenheit geraten. In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf die Gründe, warum es sich lohnt, in Technologieaktien investiert zu bleiben. Zudem erläutern wir einige wichtige Faktoren, die zu beachten sind, damit sich das Investment weiterhin auszahlt.

Umdenken statt aussteigen

Die starke Outperformance des Technologiesektors hat dazu geführt, dass er in den meisten großen Aktienindizes das größte oder zweitgrößte Gewicht ausmacht (Abbildung 1). Nur in Europa rangieren Tech-Aktien nach wie vor erst an achter Stelle, jedoch hat sich ihr Gewicht bemerkenswerterweise in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt (Abbildung 2).

Abbildung 1: Anteil des Technologiesektors im Vergleich zu anderen Sektoren in den wichtigsten globalen Indizes

Quellen: Morningstar, Janus Henderson Investors. GICS-Sektorgewichtungen zum 30. Juni 2022.

Abbildung 2: Gewichtung des Technologiesektors in %

Quellen: Morningstar, Janus Henderson Investors. GICS-Sektorgewichtungen zum 30. Juni 2022.

Aufgrund seiner Dominanz in den wichtigsten Aktienindizes ist der Technologiesektor in den meisten Anlegerportfolios stark vertreten. Nach der schwachen Performance des Sektors im ersten Halbjahr 2022 fragen sich Anleger nun, ob es nicht klüger wäre, ihr Engagement zu reduzieren. Die Antwort auf diese Frage hängt sicherlich von den individuellen Wünschen und Zielen des Anlegers ab. Allgemein sind wir aber nicht der Meinung, dass ein kompletter Rückzug aus Technologiewerten ratsam wäre. Stattdessen glauben wir, dass es darauf ankommt, die Art der Positionierung an das neue Umfeld anzupassen. In den großen Indizes1 findet sich heute eine höhere Anzahl an Tech-Unternehmen, die keine Gewinne schreiben und negative Cashflows produzieren („Cashverbrenner“). Wir glauben, dass die Zeit gekommen sein könnte, um den Fokus auf profitablere Tech-Unternehmen zu verlagern, indem durch eine aktive Portfolioverwaltung Unternehmen identifiziert und gemieden werden, die rote Zahlen schreiben. Der drastische Ausverkauf seit Jahresbeginn schafft für erfahrene Anleger potenziell günstige Kaufgelegenheiten, um in ausgewählten langfristigen Wachstumsaktien zu investieren, die zuletzt überzogen abverkauft wurden.

Den Lebenszyklus der Tech-Unternehmen verstehen

Um die besten Anlagepotenziale auszumachen, ist es wichtig, den Lebenszyklus eines Unternehmens (Abbildung 3) im Zusammenhang mit den Makro-Bedingungen zu verstehen. Die Technologiebranche hebt sich in vielerlei Hinsicht von anderen Sektoren ab, so etwa durch tendenziell kürzere Lebenszyklen. Viele von uns haben in den letzten Jahrzehnten erlebt, wie neue technologische Produkte komplett neue Märkte entstehen ließen und wie sich einige Unternehmen rasant weiterentwickelten – und in manchen Fällen ebenso rasant wieder von der Bildfläche verschwanden.

Abbildung 3: Lebenszyklen von Technologie- und Nicht-Technologieunternehmen

Quelle: Janus Henderson Investors, nur zur Veranschaulichung.

Heute ist ein Leben ohne Internet unvorstellbar, und die meisten webbasierten Produkte und Dienstleistungen haben gänzlich neue Branchen geschaffen. Disruptive Unternehmen2 haben den Weg geebnet für innovative Durchbrüche, die wiederum den Nährboden für neue Produkte oder Dienstleistungen gelegt haben. Disruptive Unternehmen oder Produkte sind allerdings nicht zwangsläufig auch erfolgreich. Gerade im Technologiesektor sind die Unternehmen zu Beginn ihres Lebenszyklus sehr anfällig. Wir alle benutzen Internetbrowser, und viele von uns erinnern sich noch an den „Navigator“, den Netscape Communications 1994 auf den Markt brachte3. Damals war Netscape ein bahnbrechendes Unternehmen mit einem bahnbrechenden Produkt, das auf dem Internet basierte, einer Technologie, die sich Mitte der 1990er Jahre zunehmend verbreitete. Als junges Unternehmen war Netscape in der frühen Entwicklungsphase verwundbar, und der „Navigator“ wurde ab 1995 vom „Internet Explorer“ der Firma Microsoft zunehmend verdrängt. So rasant Netscape einst aufgestiegen ist, so rasant ist das Unternehmen wieder untergegangen. Letztlich ist der Name „Netscape“ nach der Übernahme durch AOL ganz von der Bildfläche verschwunden. Auch dem Internet Explorer von Microsoft droht letztlich die Verdrängung durch Chrome von Google. Tatsächlich hat sich der Browsermarkt seit der Ära der „Browserkriege“ in den späten 1990er Jahren bis in die jüngste Zeit hinein drastisch verändert (Abbildung 4).

Abbildung 4: Marktanteile Internetbrowser Q3 1996 bis Q2 2019

 Quelle: Visual Capitalist, https://www.visualcapitalist.com/internet-browser-market-share/

Disruptive Unternehmen zu finanzieren, kann für Investoren höchst lukrativ sein – wenn sie die Entwicklung genau im Auge behalten. In den frühen Phasen des Disruptionszyklus eines Unternehmens oder Produkts bieten sich mitunter die besten Chancen – doch muss die Anlagethese ständig überwacht werden, da diese Phase auch die riskanteste ist. Risiken können in Form von Wettbewerb oder gescheiterten Geschäftsmodellen entstehen – oder aber auch durch die disruptive Technologie selbst, weil sie entweder noch nicht reif ist für eine Hochphase oder weil sie die Erwartungen letztlich nicht erfüllt.

Externe Finanzierung von Disruptionszyklen gerät unter Druck

Ein Disruptionszyklus kann definiert werden als der Prozess der Entwicklung und Einführung neuer Ideen, Produkte oder Verfahren, die das bestehende System herausfordern. Er wird als Zyklus bezeichnet, weil es sich um einen kontinuierlichen, nie endenden Prozess handelt. Für Tech-Unternehmen sind Disruption und Innovation nichts weniger als ihre Existenzgrundlage, weshalb sie unermüdlich daran arbeiten. Innovation ist zwangsläufig ein niemals stillstehender Prozess, und dasselbe gilt für deren Finanzierung. Allgemein kennen wir zwei Arten von Disruptionszyklen: einen, den externe Investoren finanzieren (Abbildung 5), und einen, den das Unternehmen durch eigene finanziert (Abbildung 6). Zu welcher Kategorie ein Unternehmen zählt, hängt davon ab, in welcher Phase des Lebenszyklus es sich befindet: Unternehmen, die noch am Anfang stehen, sind vor allem im extern finanzierten Disruptionszyklus vertreten und Unternehmen, die in ihrem Zyklus bereits weiter fortgeschritten sind, im gewinnfinanzierten Disruptionszyklus.

Abbildung 5: Extern finanzierter Disruptionszyklus    Abbildung 6: Gewinnfinanzierter Disruptionszyklus   

Quellen: (links) Absolute Strategy Research, Janus Henderson Investors. (rechts) Janus Henderson Investors, Bernstein. Stand: 30. Juni 2022.

In einem Umfeld, in dem die Märkte nicht nur mit höheren Zinsen und Inflationsraten, sondern auch mit einer enormen Unsicherheit kämpfen, glauben wir, dass Anleger ihre Positionierung und Anlagethesen im Technologiesektor überprüfen sollten. Wie immer kommt es dabei auf die Fundamentaldaten an und darauf, welche Gewinne die Unternehmen⏎erwirtschaften – oder nicht erwirtschaften. In der Vergangenheit wurden Investoren, die den Disruptionszyklus im Technologiesektor finanziert haben⏎(z.nbspB. Risikokapitalgeber, siehe Abbildung 5), mit hohen Renditen belohnt,⏎obwohl die Unternehmen tiefrote Zahlen schrieben. Obwohl sie ihre Beteiligungen zu guten Preisen hätten verkaufen können, waren die Investoren offenbar bereit, vorübergehend Verluste zu tolerieren, da sie sich erhofften, diese letztlich wieder wettzumachen. Doch dieser Disruptionszyklus gerät nun unter Stress, da externe Finanzierungen versiegen. Angesichts der deutlich niedrigeren Tech-Bewertungen ist die Zahl der Börsengänge eingebrochen, während Risikokapital zunehmend unter Druck steht, da es schwierig wird, aus den Investments noch mit⏎Gewinn auszusteigen. Börsenunternehmen, die Verluste einfahren und daher ständige Finanzspritzen durch zusätzliche Schulden oder verwässernde Aktienemissionen benötigen, sehen sich mit höheren Kosten und Zinsbelastungen konfrontiert.

Unternehmen, die keine klare Rentabilitätsperspektive haben, laufen Gefahr, dass ihre Liquidität versiegt, wenn sie weiterhin Barmittel verbrennen (also negative Cashflows generieren), und könnten in die Insolvenz geraten. Der fremdfinanzierte Disruptionszyklus scheint also durchbrochen, weshalb wir glauben, dass es für Anleger an der Zeit ist, den Fokus auf Unternehmen mit einem gewinnfinanzierten Disruptionszyklus zu richten.

Strukturelle Wachstumstrends machen ein Engagement im Technologiebereich unerlässlich

Obwohl viele Unternehmen „auf der falschen Seite“ des Disruptionszyklus stehen und die Volatilität im Tech-Sektor steigen dürfte, wenn Zinsen und Inflation höher bleiben als in den letzten zehn Jahren, glauben wir, dass es sich lohnt, in Technologieaktien investiert zu bleiben. Anleger erzielen üblicherweise die besten Renditen, wenn sie in unsicheren Zeiten Anlagechancen ergreifen. Wer den Blick über die momentane Ungewissheit hinaus auf Marktbereiche wirft, die die Entwicklung und Einführung neuer Technologien vorantreiben, kann von starken strukturellen Wachstumstrends vieler Marktbereiche profitieren, darunter finanzielle Inklusion, digitale Demokratisierung, CO₂-arme Infrastruktur, Datensicherheit, Ressourcenoptimierung, Robotertechnik, intelligente Städte und saubere Energie. Da viele marktführende Technologiewerte deutlich unter ihren jüngsten Rekordhochs gehandelt werden, könnte sich jetzt die Gelegenheit bieten, in Unternehmen mit starken Geschäftsmodellen zu investieren, die gut positioniert sind, um dies langfristigen Trends zu nutzen.

Tech-Unternehmen profitieren von ihrer Finanzkraft

Unternehmen, die höhere Gewinne erwirtschaften, haben üblicherweise eine gesündere Bilanz und generieren höhere frei Cashflows, was bei vielen Technologieunternehmen der Fall ist (Abbildung 7).  Die Nettoliquidität in Prozent der Marktkapitalisierung zeigt, dass Tech-Unternehmen weniger verschuldet sind als alle anderen Sektoren. Interessant sind vor allem Unternehmen mit einem niedrigeren Verhältnis zwischen Unternehmenswert und freiem Cashflow, denn daran zeigt sich, dass Barmittel generiert werden, die schneller reinvestiert und für Forschung und Entwicklung (F&E) verwendet werden können. Die Kennzahlen in Abbildung 7 zeigen, dass Technologieaktien derzeit insgesamt nicht überbewertet scheinen, insbesondere im Vergleich zu anderen Sektoren wie Energie, Grundstoffe und Nicht-Basiskonsum.

Abbildung 7: Tech-Unternehmen profitieren von überlegener Bilanzkraft

Quellen: Janus Henderson Investors, Credit Suisse (Stand: 11. Juli 2022). Die Daten beziehen sich auf die MSCI World Sector-Indizes (ohne den Finanzsektor). Die „Nettobarmittel“ zeigen die Gesamtbarmittel in der Bilanz nach Abzug der Schulden; die „Barmittel“ zeigen nur die Barmittel in der Bilanz. „Nettobarmittel in % der Marktkapitalisierung“ ist ein Maß für die Nettobarmittel in der Bilanz eines Unternehmens als prozentualer Anteil seiner gesamten Marktkapitalisierung. Das EV/FCF-Verhältnis ist das Verhältnis zwischen dem nachlaufenden Unternehmenswert (EV) und dem nachlaufenden freien Cashflow (FCF). Anmerkung: Diese Angaben dienen nur zur Veranschaulichung und deuten nicht auf eine tatsächliche Investition hin. Die Nennung einzelner Wertpapiere ist nicht als Angebot oder Aufforderung zur Emission, zum Verkauf, zur Zeichnung oder zum Kauf des Wertpapiers zu verstehen und sagt nichts über dessen Rentabilität aus.

Wie können Tech-Unternehmen ihren Vorsprung halten und verhindern, dass sie verdrängt werden?

Doch selbst Technologieunternehmen, die hohe Cashflows generieren, haben mitunter einen relativ kurzen Lebenszyklus. Die erfolgreichsten Unternehmen reinvestieren ihre Gewinne üblicherweise in F&E, um weiterzuwachsen. Technologieunternehmen mit überdurchschnittlichen Gewinnen und Bilanzen haben einen Vorsprung, doch sie halten sich vor allem durch kontinuierliche F&E-Investitionen an der Spitze. So stammen derzeit sieben von den zehn Unternehmen mit den höchsten F&E-Ausgaben aus dem Tech-Sektor (Abbildung 8). Die gesamten F&E-Ausgaben der zehn Unternehmen beliefen sich zum 30. Juni 2022 auf 251,6 Mrd. US-Dollar, wovon mit 202 Mrd. US-Dollar rund 80 % auf Technologieunternehmen entfielen. Unternehmen, die Verluste schreiben, haben indes einen Wettbewerbsnachteil, da sie ihre F&E-Ausgaben reduzieren müssen, wenn sie keine Investoren finden, was sich unmittelbar auf ihre Wachstumsaussichten auswirken würde.

Abbildung 8: Top 10 der Unternehmen mit den höchsten F&E-Ausgaben

Quelle: Janus Henderson Investors, Bloomberg (Stand: 30. Juni 2022). Technologieunternehmen in Orange nach GICS-Sektorklassifikationen. Hinweis: Nur zur Veranschaulichung und nicht als Indikator für eine tatsächliche Investition. Die Verweise auf einzelne Wertpapiere stellen weder ein Angebot oder eine Aufforderung zur Ausgabe, zum Verkauf, zur Zeichnung oder zum Kauf dar noch sind sie Teil eines solchen Angebots oder einer solchen Aufforderung und sollten auch nicht als gewinnbringend angesehen werden. Wir weisen darauf hin, dass Sie aufgrund der Unterschiede zwischen den Währungen der Portfoliotitel, den Währungen der Anteilsklassen und den Kosten, die in anderen Währungen als der eigenen Landeswährung zu zahlen oder angegeben sind, einem Währungsrisiko unterliegen. Kosten und Renditen können infolge von Währungs- und Wechselkursschwankungen steigen oder fallen.

Worauf sollten Investoren bei Technologieunternehmen achten?

„Cash is King“: Wenn externe Finanzmittel versiegen oder verfügbare teuer sind, sollten Anleger bei der Wahl der Unternehmen, in die sie investieren, aufpassen – umso mehr angesichts des diesjährigen Tech-Ausverkaufs.

Anleger sollten Technologieunternehmen wählen, die:

  • angemessene Gewinne erwirtschaften und eine solide Markstellung innehaben;
  • fundamental starke Bilanzen aufweisen und freie Cashflows generieren;
  • ihre Gewinne in F&E reinvestieren, um neue Produkte und Märkte zu entwickeln und weitere Marktanteile zu gewinnen.

Mit anderen Worten: Unternehmen, die sich im gewinnorientierten Zyklus von Technologieinvestitionen befinden (Abbildung 6 weiter oben), bieten aus den genannten Gründen höhere Renditepotenziale für Anleger.

Was bedeutet das für das Anlegerportfolio?

Anleger sollten die alte Maxime beherzigen und nicht alles auf eine Karte setzen. Wer im Tech-Sektor investiert, kann sein Portfolio diversifizieren und eine Satellitenallokation aufbauen, die dazu beiträgt, die Rendite zu steigern. Auf lange Sicht spiegelt sich in den Renditen die Rentabilität eines Unternehmens und sein Gewinnwachstum wider. Ein Engagement im Technologiesektor erscheint überzeugend, da der Sektor in der Lage ist, schnelleres Gewinnwachstum zu erzielen als andere Sektoren (Abbildung 9).

Abbildung 9: Tech-Unternehmen erzielen überlegenes Gewinnwachstum

Quelle: Janus Henderson Investors, Bernstein (Stand: 30. Juni 2022). Anmerkung: Zum 30. Juni 2012 auf 100 umbasiert. Die Darstellung der Gewinne im Technologiesektor vergleicht die Gewinne im MSCI ACWI IT & Communication Services (ex Telecoms) Index und im MSCI ACWI ex (IT & Communication Services ex Telecoms) Index. Auf Grundlage der nachlaufenden Erträge. Vor Dezember 2018 beinhaltete der benutzerdefinierte Index des MSCI ACWI IT & Communication Services Unternehmen, die ursprünglich dem Technologiesektor angehörten, und Unternehmen, die derzeit dem Sektor Communication Services angehören..

Im aktuellen Umfeld sollten Anleger ein selektiveres Engagement in Technologiewerten beibehalten und ein aktives Management in Betracht ziehen, mit dem problematischeren Bereiche des Marktes identifiziert und gemieden werden können. Zugleich sollten die Anlagethesen der Assetemanager kontinuierlich geprüft und die Positionierung mit den Wachstumsprognosen der Unternehmen im Portfolio abgeglichen werden. Wir glauben, dass die hohe Unsicherheit in den kommenden Monaten anhalten wird. Daher sollten Sie in Erwägung ziehen, Ihre Allokationen Schritt für Schritt aufzubauen und die Einstiegskosten für Ihre Investitionen zu mitteln. Halten Sie Ihre Positionen über einen ganzen Zyklus und denken Sie daran: Für die langfristige Performance ist die Zeit entscheidend – und nicht der Zeitpunkt Ihres Investments..

Informationen zum Portfolio Construction and Strategy Team

Das PCS Team führt maßgeschneiderte Analysen von Anlageportfolios durch und bietet differenzierte, datengestützte Diagnosen. Aus einem breit gestreuten Universum von Tausenden von Modellen identifiziert das Team Trends, Themen und potenzielle Gelegenheiten für den Portfolioaufbau, die seiner Ansicht nach interessant und für viele Anleger vorteilhaft sein könnten.

Anmerkung:

Die Diversifizierung gewährleistet weder eine Gewinnerzielung noch den Ausschluss von Verlustrisiken.

Die Volatilität misst das Risiko anhand der Streuung der Renditen für eine bestimmte Anlage.

Beteiligungspapiere unterliegen Risiken, einschließlich des Marktrisikos. Die Renditen schwanken in Abhängigkeit von Emittenten sowie von politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen.

Technologiebranchen können durch die Veralterung bestehender Technologien, kurze Produktzyklen, sinkende Preise und Gewinne, den Wettbewerb durch neue Marktteilnehmer und die allgemeine wirtschaftliche Lage erheblich beeinträchtigt werden. Eine konzentrierte Anlage in einer einzigen Branche könnte sich als volatiler erweisen als die Performance von weniger konzentrierten Anlagen und des Marktes insgesamt.

Ausländische Wertpapiere unterliegen zusätzlichen Risiken wie Währungsschwankungen, politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten, erhöhter Volatilität, geringerer Liquidität sowie unterschiedlichen Finanzstandards und Berichterstattungsvorschriften für Informationen. Diese Risiken werden in Schwellenländern noch verstärkt.

Der MSCI ACWI Index bildet die Wertentwicklung des gesamten Universums von Aktien mit hoher und mittlerer Marktkapitalisierung (Large- und Mid-Caps) in 23 Industrie- und 24 Schwellenländern ab.

Der MSCI World Index erfasst Large- und Mid-Cap-Unternehmen aus 23 Industrieländern.

Der MSCI USA Index bildet die Wertentwicklung von US-Aktien mit hoher und mittlerer Marktkapitalisierung (Large- und Mid-Caps) ab.

Der MSCI Emerging Markets Index erfasst Large- und Mid-Cap-Unternehmen in 24 Schwellenländern.

Der MSCI Europe Index erfasst Large- und Mid-Cap-Unternehmen aus 15 europäischen Industrieländern.

1 Zum 30. Juni 2022 waren 30 % der Technologieunternehmen unter den größten 1.500 Aktien in den USA unrentabel. Quelle: Bernstein, Janus Henderson Investors.

2 Laut Gartner ist ein digitaler Disruptor jedes Unternehmen, das eine Veränderung der fundamentalen Erwartungen und Verhaltensweisen in einer Kultur, einem Markt, einer Branche, einer Technologie oder einem Verfahren durch digitale Fähigkeiten, Kanäle oder Assets verursacht oder zum Ausdruck bringt.

3 https://www.popularmechanics.com/culture/web/a27033147/netscape-navigator-history/

Die vorstehenden Einschätzungen sind die des Autors zum Zeitpunkt der Veröffentlichung und können von denen anderer Personen/Teams bei Janus Henderson Investors abweichen. Die Bezugnahme auf einzelne Wertpapiere, Fonds, Sektoren oder Indizes in diesem Artikel stellt weder ein Angebot oder eine Aufforderung zu deren Erwerb oder Verkauf dar, noch ist sie Teil eines solchen Angebots oder einer solchen Aufforderung.

 

Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein zuverlässiger Indikator für die künftige Wertentwicklung. Alle Performance-Angaben beinhalten Erträge und Kapitalgewinne bzw. -verluste, aber keine wiederkehrenden Gebühren oder sonstigen Ausgaben des Fonds.

 

Der Wert einer Anlage und die Einkünfte aus ihr können steigen oder fallen. Es kann daher sein, dass Sie nicht die gesamte investierte Summe zurückerhalten.

 

Die Informationen in diesem Artikel stellen keine Anlageberatung dar.

 

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