In der dritten Folge unserer Videoserie zum COVID-19-Umfeld und den Implikationen für Anlagen nimmt Health Care-Analyst Rich Carney die Auswirkungen des Virus in den USA in den Fokus und erläutert die diesbezüglichen Entwicklungen. Dabei geht er darauf ein, wie das Gesundheitssystem der Vereinigten Staaten auf die Krise reagiert hat, wie öffentliche und private Gelder in die Reaktion einbezogen wurden und weshalb bestimmte sich abzeichnende Trends im Gesundheitssektor wie zum Beispiel Telemedizin nach der Pandemie in den USA wahrscheinlich an Fahrt aufnehmen werden.

  Zentrale Erkenntnisse:

  • Die US-Bundesregierung hat den Krankenhäusern im Rahmen des CARES Act dringend benötigte Hilfsgelder zur Verfügung gestellt. Damit soll das Gesundheitssystem in den USA etwas entlastet werden, wobei derzeit im Kongress über weitere Finanzierungsmittel verhandelt wird.
  • Trends, die bereits vor der COVID-19-Pandemie Fuß zu fassen begannen – insbesondere Telemedizin – werden wahrscheinlich nach Ende der Krise eine breitere Anwendung finden und anhaltende Innovation erleben.
  • Angesichts der COVID-19-Hilfsgelder im Volumen von 2 Billionen US-Dollar ist eine universelle Krankenkassenlösung erst einmal in den Hintergrund gerückt. Die Kosten zur Finanzierung eines solchen „Medicare For All“-Programms werden auf 30 Billionen Dollar über einen Zeitraum von zehn Jahren geschätzt. Allerdings könnten wichtige Regelungen im Rahmen des „Affordable Care Act“ die Zahl der Personen ohne Krankheitsabsicherung trotz hoher Arbeitslosigkeit beträchtlich reduzieren.