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Kreditspreads – von beruhigend hoch, bis extrem niedrig und jetzt – etwas niedrig?

John Pattullo

John Pattullo

Co-Head of Global Bonds | Portfolio Manager


23. Apr 2020
6 Min. Video ansehen

John Pattullo, Co-Head of Strategic Fixed Income, findet, dass sich die Risikoprämien von Unternehmensanleihen im letzten Monat von extrem niedrig auf nur etwas niedrig verändert haben. Der Wirbel an den Märkten legt sich und daher ist er optimistisch, dass es auch in Zukunft Chancen geben wird.

 Zentrale Erkenntnisse:

  • Die Spreads von Investment-Grade- und auch von Hochzinsanleihen sind ausgehend von ihren extremen Niveaus vor etwas mehr als einem Monat eingelaufen. Nachdem sie auf extrem niedriges Niveau gesunken waren, sind sie jetzt vielleicht nur noch etwas niedrig.
  • Die massive Unterstützung durch die US- und die britische Regierung, um Unternehmen und Privatpersonen schnell dringend benötigtes Kapital bereitzustellen, hat für eine gewisse Stabilisierung am Markt gesorgt. Vor allem die Anstrengungen der US-Notenbank Fed waren für Investment-Grade- und Hochzins-Unternehmensanleihen  ermutigend.
  • Letzte Woche verzeichneten Aktien- und Rentenfonds erneut Mittelzuflüsse. Es gab zahlreiche Refinanzierungen, eigentlich Rettungshilfen, bei renommierten Unternehmen am US-Hochzinsmarkt. Wir sind überzeugt, dass gute Unternehmen weiterhin Kapital anziehen werden, während Firmen im strukturellen Abschwung sich deutlich schwerer tun werden.

 

Hinweis:
Bei den Indizes, deren Rendite und Spreads von John Pattullo erwähnt wurden, handelt es sich um die Indizes der ICE Bank of America für US-Investment-Grade- und Hochzinsanleihen am Tag der Aufzeichnung, dem 22. April 2020.

Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für die zukünftige Wertentwicklung.

Video transcript

Etwas niedrig statt vorher extrem niedrig

Hallo, hier ist John Pattullo, Co‑Head des Strategic Fixed Income Teams. Wir haben am 23. März ein Video gedreht, in dem wir über die niedrigen Kreditspreads und die zukünftigen Chancen gesprochen haben. Heute ist der 22. April, und wir haben beträchtliche Fortschritte im wirtschaftlichen Sinne, bei der Reaktion auf das Virus gemacht und vor allem bei der staatlichen Reaktion auf diese für uns außergewöhnliche Situation.

So, for example, on that video back in March, investment grade spreads [over equivalent government bonds] were roughly heading towards four percent over the one percent they were trading at a few months earlier. Today they’re trading about 230 to 240 over, in basis points [2.30-2.40%], and high yield simply was trading about 350, went to 1082, and today trades around 800 basis points or eight percent over.

So, what we had said then was credit spreads were reassuringly expensive, they got scary cheap and frankly risk‑adjusted reward was pretty. And now we’d say they’re kind of cheap. We still think there’s good value, especially investment grade, and high yield’s pretty attractive here as well. They’re not scary cheap, but in our opinion they’re cheap.

Erhebliche Unterstützung durch staatliche Maßnahmen in den USA und Großbritannien

So, we have made significant progress. This is a war if you like. And we’ve had a wartime response, really amazing response out of the US government and the UK government as well, really to bridge‑finance the capital that businesses and individuals need to get through this self-imposed coma, which is a very unusual situation.

Any stress test that any analyst would have run would have said, wouldn’t have said, well you have zero revenue for three months or maybe six months. So, this is an unusual position but again as credit investors, the Fed [US Federal Reserve] has essentially backstopped investment grade credit. And then recently they essentially backstopped some of the fallen angels and they will be buying some high yield ETFs, which we find massively encouraging.

So, credit we think is backstopped. Equity markets are a much harder call from here because they have bounced quite materially. But we remain fairly bullish on large‑cap, non‑cyclical, sensible, reason to exist, good return on capital businesses. The long‑term, secular winners in investment grade and high yield attract our capital and we remain very wary, as we always have been, on the heavy cyclicals, the capital-intensive businesses, the metal bashing, the autos, the mining, the steel. And we don’t do any energy for example, whatsoever; and obviously that has been really good for relative performance. Generally because we don’t think that these companies generate a sufficient return on capital to attract our marginal dollar or pound that we are investing.

Gewisse Stabilisierung und Beruhigung

The backdrop is stronger. Last week we actually had inflows into equities and bond funds. So, I think there’s a lot of stabilisation going on, the dust is settling. You’ve seen a lot of refinancing going on in US high yield. European high yield is a less mature, more fragmented market, but the American market is mature/sensible. So, they have recently refinanced, rescue finance really, known names in the shipping industry, in the entertainment/theme park industry, and even in the cinema industry.

AMC erhielt etwas zu unserem Erstaunen eine Finanzierung zu 11 oder 12 Prozent, ohne jegliche Erläuterungen hierzu. Compliance-Gründe. Wir sind jedoch allgemein der Ansicht, dass gute Unternehmen Kapital anziehen. Sie zahlen mehr, um sich zu refinanzieren, so wie zum Beispiel Carnival Cruises. Das Unternehmen wird wahrscheinlich überleben, genau wie viele Gaming-Titel oder Themenparks.

Fazit...

The final point really is who pays for all this? You’ve seen wartime deficits to a wartime response. I wrote a piece last June, in 2019, saying “Do you remember the Great Financial Crisis?” ie, the one we were still in; because we’re still of the view that we are going to move to a world of MMT [Modern Monetary Theory], potentially yield curve control and financial repression; and the post-war deficits were brought down really under financial repression and if you’ve got time I’d recommend reading that article because I think it’s as relevant as ever and particularly relevant to the current outlook.

So, to summarize, Jenna and I, we like investment grade. We like the spreads more than the underlying sovereign bonds. We are interested in large‑cap, quality, high yield businesses, which have got a reason to exist. Many of those might be global companies, many are of course American companies. We’re a little bit more shy, we’re massively shy, of the cyclicals and the value businesses — we think there’s many value traps out there. We will not get caught in value traps or at least we’re certainly trying to avoid that. So, we have no energy. We have no commodities, no mining, no steel, no autos. We just don’t do those sectors. We are very much ‘growth bonds’, investing in sensible income. And as I say, we remain fairly optimistic going forwards, because I think there’s good opportunities to be had going forwards.

Finally, please contact your sales people if you’ve got any questions. Fire them in, we’d love to speak to you. Thank you for listening.

 

Hinweis:
Bei den Indizes, deren Rendite und Spreads von John Pattullo erwähnt wurden, handelt es sich um die Indizes der ICE Bank of America für US-Investment-Grade- und Hochzinsanleihen am Tag der Aufzeichnung, dem 22. April 2020.

Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für die zukünftige Wertentwicklung.

 

Die vorstehenden Einschätzungen sind die des Autors zum Zeitpunkt der Veröffentlichung und können von denen anderer Personen/Teams bei Janus Henderson Investors abweichen. Die Bezugnahme auf einzelne Wertpapiere, Fonds, Sektoren oder Indizes in diesem Artikel stellt weder ein Angebot oder eine Aufforderung zu deren Erwerb oder Verkauf dar, noch ist sie Teil eines solchen Angebots oder einer solchen Aufforderung.

 

Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein zuverlässiger Indikator für die künftige Wertentwicklung. Alle Performance-Angaben beinhalten Erträge und Kapitalgewinne bzw. -verluste, aber keine wiederkehrenden Gebühren oder sonstigen Ausgaben des Fonds.

 

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John Pattullo

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