Was wird das neue Jahr für den globalen Technologiesektor bringen?

22.12.2016

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Stuart O'Gorman ist bei Henderson für Technologieaktien zuständig. Hier erläutert er seinen Ausblick für 2017. Obwohl Technologieaktien zuletzt vom starken US-Dollar und der Angst vor Protektionismus in Mitleidenschaft gezogen wurden, sind Stuart O'Gorman und sein Team überzeugt, dass sie mittel- bis langfristig besser als der Gesamtmarkt abschneiden.

Welche Erkenntnisse haben Sie aus den Entwicklungen in diesem Jahr gewonnen?
Für mich die wichtigste Erkenntnis ist die, dass der technologische Fortschritt nicht nur unser tägliches Leben zu Hause und am Arbeitsplatz beeinflusst, sondern auch die Politik. Bereits Obama nutzte die Macht des Internets und Big Data in seinem letzten Wahlkampf. Und inzwischen treten auch die sekundären Auswirkungen stärker zutage: Viele Menschen haben infolge von Automatisierung und Digitalisierung ihren Arbeitsplatz verloren und werden zunehmend von der Entwicklung abgehängt, die sie zu Verlierern macht. Wir befinden uns gegenwärtig in einer sehr schwierigen Übergangsphase. Letztendlich wird die Gesellschaft davon wohl profitieren. Aber wie bei der industriellen Revolution werden wir wahrscheinlich eine Umbruchphase erleben, in der sich die Menschen, die ihren Job verloren haben, schwertun, eine neue Aufgabe zu finden. Für diese Umwälzungen ist der technologische Fortschritt ebenso verantwortlich wie die Globalisierung.

Welche zentralen Themen werden die Märkte, in die Sie investieren, 2017 vermutlich maßgeblich beeinflussen?
Ich denke, wir stehen an einem gesamtwirtschaftlichen Scheidepunkt. Hinter uns liegen Jahre mit quantitativer Lockerung, die die Inflation der Vermögenspreise auf breiter Front angeheizt hat. Dies gilt für Immobilien ebenso wie für Aktien, Anleihen, Gold und viele andere Vermögenswerte. Jetzt könnte mit neuer Politik auch in der Geldpolitik ein Kurswechsel Einzug halten. Populismus könnte wie zuletzt bei der Wahl von Donald Trump eine Reflationierung der Wirtschaft nach sich ziehen. Ich erwarte daher steigende Staatsausgaben, ein Zurückfahren der quantitativen Lockerungen und vermutlich eine steilere Renditekurve.
 
Beunruhigender ist jedoch die zunehmende Tendenz zu Nationalismus und Protektionismus. Zu rechnen ist mit höheren Handelsbarrieren – sowohl in Europa infolge des Brexits wie auch und vor allem in den Vereinigten Staaten. Von all diesen Faktoren wie stärkerer US-Dollar, mehr Protektionismus und schwächeren Volkswirtschaften – abgesehen von den USA – geht meines Erachtens im nächsten Jahr Gegenwind für Technologieaktien aus.
 
Von welchen Positionen in Ihrem Fonds sind Sie am Übergang ins nächste Jahr besonders überzeugt?
Unseres Erachtens wird das Internet den traditionellen Medien in der Werbung weitere Marktanteile streitig machen. In den vergangenen 10 bis 15 Jahren bekamen das vor allem Printmedien zu spüren, weil das Internet nur für die Textübertragung schnell genug war. Jetzt ist es auch für die Videoübertragung optimiert. Derzeit gibt es noch viel Print-Werbung und Spots im Fernsehen. Aber dies wird sich ändern, und zwar schnell. YouTube, Netflix und Facebook etwa tragen wesentlich zu einem veränderten Medienverhalten der Verbraucher bei. Nach unserer Einschätzung stehen wir bei den Werbebudgets am Beginn einer weiteren grundlegenden Verschiebung: Die erste erfolgte von den Printmedien zum Internet, die zweite wird sich vom Fernsehen ins Internet vollziehen.
 
Was können Anleger von Ihrer Anlageklasse und Ihrem(n) Portfolio(s) erwarten?
Ich bin vom langfristigen Erfolg des Technologiesektors nach wie vor überzeugt. Technologie wird immer billiger, schneller, kleiner und besser. Deshalb wird sie eine immer größere Rolle in der Weltwirtschaft spielen. In einem Zeitraum von fünf oder vielleicht schon zwei Jahren werden Technologieaktien meines Erachtens eine bessere Performance erzielen als der globale Aktienmarkt.
 
Auf dem Weg dorthin sehe ich jedoch einige Klippen wie die politischen Veränderungen in den USA, die wir umschiffen müssen. Donald Trump scheint einem stärkeren Protektionismus das Wort zu reden. Da die Technologiebranche sowohl der größte Export- wie auch der größte Importsektor in den USA ist, verheißen höhere Handelsbarrieren nichts Gutes. Andererseits dürften Technologiefirmen von Steuersenkungen profitieren und ganz besonders von einer niedrigen Besteuerung im Ausland generierter und repatriierter Gewinne. Da ihr im Ausland erwirtschafteter Anteil an den Gewinnen aber recht hoch ist, zahlen Technologieunternehmen in den USA wenig Steuern und würden von Steuersenkungen nicht so stark profitieren wie andere nordamerikanische Unternehmen.
 
Zu guter Letzt könnte Protektionismus Amerika wieder groß machen, jedoch auf Kosten des Rests der Welt. An den globalen Märkten wird dies bereits in Form eines stärkeren US-Dollar eingepreist. Darunter würden Exportunternehmen wie erwähnt besonders leiden, weshalb die Rotation aus Technologieaktien noch drei bis neun Monate anhalten könnte.
 
 
Glossar
Inflation der Vermögenspreise: bezeichnet den Preisanstieg bei Finanzinstrumenten wie Aktien, Anleihen und Immobilien.
 
Reflationierung: Maßnahmen öffentlicher oder staatlicher Stellen zur Stimulierung der Volkswirtschaft und/oder Anhebung der Inflation z.B. mithilfe höherer Staatsausgaben.
 
Steilere Renditekurve: Die Renditekurve stellt die Renditen von Anleihen vergleichbarer Qualität bei verschiedenen Laufzeiten grafisch dar. In einer normalen bzw. ansteigenden Renditekurve sind die Renditen von Anleihen mit längeren Laufzeiten höher als die von solchen mit kurzen Laufzeiten. Bei einer steiler werdenden Renditekurve nimmt der Renditeabstand zwischen Anleihen mit kurzen und solchen mit langen Laufzeiten zu. In der Regel geht eine steilere Renditekurve mit einem Konjunkturaufschwung einher.

 

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