Bitte stellen Sie sicher, dass Javascript zwecks Zugang zur Websiteaktiviert ist Quick View: What U.S. strikes in Iran mean for markets - Janus Henderson Investors - Austria Investor
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Quick View: Was US-Angriffe im Iran für die Märkte bedeuten

Adam Hetts, Global Head of Multi-Asset, gibt eine erste Einschätzung zu den Militärschlägen im Iran und deren Auswirkungen auf Anleger.

2. März 2026
3 Minuten Lesezeit

Zentrale Erkenntnisse:

  • Öl steht unmittelbar im Fokus: Die Preise sind gestiegen, aber das aktuelle Niveau deutet eher auf einen begrenzten, kurzlebigen Konflikt hin als auf einen anhaltenden Energieschock.
  • Die Auswirkungen auf den Gesamtmarkt hängen von der Eskalation ab: Risikoaktiva, Inflationserwartungen und Zinsaussichten würden sich nur dann wesentlich verändern, wenn sich die Unsicherheit als langwierig erweisen sollte.
  • Disziplin bewahren trotz Schlagzeilenrisiken: Die erhöhte Unsicherheit spricht für Diversifizierung und eine langfristige Ausrichtung, nicht für reaktive Portfolioänderungen.

Negotiations between the U.S. and Iran over Iran’s nuclear capabilities faltered in the last week. This was followed by joint strikes led by the U.S. and Israel on strategic positions across Iran. Iran’s supreme leader Ayatollah Ali Khamenei is among those killed in the conflict, and Iran has retaliated with strikes across the Middle East. This has led to a potential for escalation beyond the relatively short-lived recent conflicts between Israel and Iran seen in April 2024 and then 12 days of war in June 2025.

Öl steht unmittelbar im Fokus

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels am Sonntag, dem 1. März, liegt aus Investitionssicht das Hauptaugenmerk auf den Auswirkungen auf den Ölpreis. Der Iran produziert etwa 3-4 % der weltweiten Ölversorgung, doch die regionalen Auswirkungen beschleunigen sich bereits. Am auffälligsten ist vielleicht, dass die Angriffe zu einer fast vollständigen Unterbrechung des Verkehrs durch die Straße von Hormus geführt haben. Die Straße von Hormus ist ein Engpass für den Öltransport im Nahen Osten, durch den etwa 20% der weltweiten Ölversorgung fließen.

Die Ölpreise dürften steigen – jedoch auf ein überschaubares Niveau

Während Öl in den letzten 12 Monaten hauptsächlich im Bereich von 60 bis 70 US-Dollar gehandelt wurde, haben die Preise bereits die 70-Dollar-Marke überschritten und dürften mit Beginn des Handels am Montag weiter steigen. Diese Entwicklungen sind zwar bedeutend, aber im Hinblick auf die allgemeinen Auswirkungen auf die Anleger noch nicht besonders besorgniserregend. Ein weiterer Anstieg auf 80 US-Dollar entspräche dem Konflikt im Juni 2025 und 90 US-Dollar dem im April 2024. Zu diesen Zeitpunkten waren die globalen Märkte in der Lage, die Preisanstiege weitgehend zu verkraften, da die Konflikte in relativ kurzer Zeit beigelegt wurden. Als grober Anhaltspunkt für einen größeren Konflikt führte die russische Invasion in der Ukraine Anfang 2022 zu einem anhaltenden Anstieg der Ölpreise über 100 US-Dollar, mit kurzen Spitzenwerten über 120 US-Dollar. Die Ölpreise preisen aktuell einen begrenzten, relativ kurzen Konflikt ein.

Was ist zu beachten, wenn die Unsicherheit anhalten sollte

Es gibt weitere wichtige Marktübertragungskanäle, die es zu beobachten gilt, wenn die Unsicherheit anhält. Allgemeine Unsicherheit dämpft die Stimmung der Anleger, was weltweit zu Druck auf Risikoanlagen führen kann. Dies würde voraussichtlich globale Staatsanleihen aus Industrieländern, einschließlich US-Treasuries, und als sicher geltende Währungen attraktiver machen. In einer längeren Phase der Unsicherheit könnte der Anstieg der Ölpreise zu Ängsten vor einer weltweiten Inflation führen. Das könnte wiederum die Wahrscheinlichkeit von Zinssenkungen durch die US-Notenbank, die derzeit für später in diesem Jahr erwartet werden, verringern.

Langfristige Trends vs. kurzfristige Volatilität

Derart umfassende Veränderungen der Marktdynamik würden jedoch eine langfristige Eskalation des Konflikts erfordern. Zum jetzigen Zeitpunkt ist dies nicht unser Basisszenario. Anleger sollten sich bewusst sein, dass unmittelbar nach einem Ereignis dieses Ausmaßes eine Reihe alarmierender Schlagzeilen zu erwarten ist und wir derzeit eine hohe, möglicherweise sogar extremste Unsicherheit beobachten.

Wie immer empfehlen wir, bei Investitionen eine langfristige Perspektive einzunehmen, anstatt auf kurzfristige Schwankungen zu reagieren. Das bedeutet, gut diversifizierte Portfolios mit hochwertigen sicheren Anlagen zu halten, die kurzfristige Unsicherheiten überstehen können. Es bedeutet auch, investiert zu bleiben, anstatt zu versuchen, die geopolitische Umbrüche und die damit verbundenen Risiken zeitlich genau zu treffen. Stattdessen glauben wir daran, dass man sich weiterhin auf die langfristigen Wachstumstrends konzentrieren sollte, die die Märkte weltweit auch weiterhin prägen werden.

Diversifizierung: Ein Portfoliokonstruktionsansatz, der das Engagement auf Assetklassen oder Regionen verteilt, um die Auswirkungen der einzelnen Risiken zu verringern.

Marktübertragungskanäle/ Übertragungseffekte auf den Markt: Die Mechanismen, durch die sich geopolitische oder makroökonomische Ereignisse auf die Finanzmärkte auswirken, beispielsweise die Stimmung, die Inflationserwartungen oder die Zinssätze.

Kurzfristige Volatilität: Kurzfristige Schwankungen der Vermögenspreise, die durch Nachrichten oder Ereignisse ausgelöst werden und nicht durch Veränderungen der langfristigen Fundamentaldaten.

Risikoanlagen: Anlagen, die in Zeiten erhöhter Unsicherheit oder angespannter Märkte tendenziell unterdurchschnittlich abschneiden.

Sichere Häfen: Vermögenswerte, einschließlich US-Treasuries und bestimmte Währungen, die Anleger in Zeiten geopolitischer oder finanzieller Unsicherheit typischerweise bevorzugen.

Langfristige Wachstumstrends: Langfristige strukturelle Kräfte, die die Wirtschafts- und Marktergebnisse beeinflussen, wie etwa die Einführung von Technologien oder der demografische Wandel, und über kurzfristige Zyklen hinaus bestehen bleiben.

Die vorstehenden Einschätzungen sind die des Autors zum Zeitpunkt der Veröffentlichung und können von den Ansichten anderer Personen/Teams bei Janus Henderson Investors abweichen. Die Bezugnahme auf einzelne Wertpapiere stellt keine Empfehlung zum Kauf, Verkauf oder Halten eines Wertpapiers, einer Anlagestrategie oder eines Marktsektors dar und sollten nicht als gewinnbringend angesehen werden. Janus Henderson Investors, die mit ihr verbundenen Berater oder ihre Mitarbeiter haben möglicherweise eine Position in den genannten Wertpapieren.

 

Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein zuverlässiger Indikator für die künftige Wertentwicklung. Alle Performance-Angaben beinhalten Erträge und Kapitalgewinne bzw. -verluste, aber keine wiederkehrenden Gebühren oder sonstigen Ausgaben des Fonds.

 

Der Wert einer Anlage und die Einkünfte aus ihr können steigen oder fallen. Es kann daher sein, dass Sie nicht die gesamte investierte Summe zurückerhalten.

 

Die Informationen in diesem Artikel stellen keine Anlageberatung dar.

 

Es gibt keine Garantie dafür, dass sich vergangene Trends fortsetzen oder Prognosen eintreten.

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