Glossar

Wir geben uns große Mühe, unsere Texte klar und verständlich zu formulieren. Ein Verzicht auf Fachbegriffe ist dabei jedoch nicht immer möglich. In diesem Glossar erläutern wir einige der häufigsten Begriffe aus dem Finanzbereich. Wenn ein Begriff, der in einer Definition vorkommt, im Glossar einen eigenen Eintrag hat, ist dies durch Kursivschrift gekennzeichnet.

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A

Abschlag

Wenn der Marktpreis eines Wertpapiers vermeintlich unter seinem zugrunde liegenden Wert liegt, wird dieses Wertpapier „mit einem Abschlag gehandelt“. Bei Investmentfonds ist dies der Betrag, um den der Preis pro Fondsanteil unter dem Wert des zugrunde liegenden Nettoinventarwerts liegt. Das Gegenteil von Abschlag ist eine Prämie oder Aufschlag.

Absolute Rendite

Die Gesamtrendite eines Portfolios im Gegensatz zu seiner Rendite im Vergleich zu einer Benchmark. Sie wird als Gewinn oder Verlust gemessen und als Prozentsatz des Gesamtwerts eines Portfolios angegeben.

Active investing

Ein Ansatz, bei dem Fondsmanager aktiv entscheiden, welche Anlageinstrumente gehalten und welche Gewichtungen vorgenommen werden. Oft wird das Ziel verfolgt, einen bestimmten Index zu übertreffen. Entscheidend sind die Kompetenz und das Geschick des jeweiligen Fondsmanagers. Gegenteil von Passive Investing.

Active share

Misst, wie stark die in einem Portfolio gehaltenen Wertpapiere von der Zusammensetzung der jeweiligen Benchmark abweichen. Beträgt der Active Share eines Portfolios beispielsweise 60%, unterscheiden sich 60% der gehaltenen Wertpapiere von denen der Benchmark, während die übrigen 40% mit diesen identisch sind.

Aktie

Ein Wertpapier, das Eigentumsanteile verbrieft und in der Regel an einer Börse notiert ist. „Aktien“ sind eine Anlageklasse, die Anlagen in Unternehmensanteile im Gegensatz zu z. B. in Anleihen beinhaltet. Dies bedeutet, dass man Anteile an diesem Unternehmen besitzt und somit Teilhaber ist.

Aktienrückkauf

Rückkauf eigener Aktien durch ein Unternehmen, sodass die Zahl der ausstehenden Aktien sinkt. Die bestehenden Aktionäre besitzen dadurch einen prozentual größeren Anteil an dem Unternehmen. Häufig signalisieren Unternehmen auf diese Weise Optimismus für die Zukunft. Aktienrückkäufe können auch auf eine mögliche Unterbewertung hindeuten.

Alpha

Eine Kennzahl, mit deren Hilfe festgestellt werden kann, ob ein aktiv verwaltetes Portfolio im Verhältnis zum eingegangenen Risiko einen Mehrwert gegenüber einem Benchmark-Index aufweist. Ein positives Alpha zeigt an, dass ein Manager einen Mehrwert generiert hat. Alpha ist die Differenz zwischen der Rendite eines Portfolios und der Rendite seiner Benchmark, bereinigt um das eingegangene Risiko.

Alternative Anlageinstrumente

Investments, die keiner der traditionellen Anlageklassen (Aktien, Anleihen, Bareinlagen) zuzurechnen sind. Alternative Anlageinstrumente sind insbesondere Immobilien, Hedgefonds, Rohstoffe, Private Equity und Infrastruktur.

Alternative Anlagen

Eine Anlage, die nicht zu den traditionellen Anlageklassen Aktien, Anleihen oder Geldmarkt gehört. Alternative Anlagen sind z. B. Immobilien, Hedgefonds, Rohstoffe, Private Equity und Infrastruktur.

Animal spirits

Von John Maynard Keynes geprägter Begriff, der auf die Emotionen und Instinkte von Anlegern und Verbrauchern anspielt. Vertrauen und Zuversicht (oder ein Mangel daran) können das Wirtschaftswachstum beflügeln oder bremsen.

Anleihe

Eine Schuldverschreibung, ausgegeben von einem Unternehmen oder Staat zum Zweck der Geldbeschaffung. Der Käufer einer Anleihe ist praktisch Geldgeber des Emittenten. Anleihen werfen einen Ertrag in Form fester periodischer Zahlungen ab. Bei Fälligkeit erfolgt die Rückzahlung einer Anleihe zum Nennwert. Wegen der festen periodischen Zinszahlungen werden Anleihen auch als festverzinsliche Wertpapiere bezeichnet.

Anleihen mit Inflationsschutz

Anleihen, bei denen Kupon- und Kapitalzahlungen an die Inflationsrate angepasst werden. Ein Beispiel für diesen Anleihetyp sind die von der US-Regierung aufgelegten so genannten TIPS (Treasury Inflation Protected Securities). Anleihen mit Inflationsschutz werden auch als inflationsindexierte oder indexgebundene Anleihen bezeichnet.

Anleiherendite

Der Ertrag aus einer Anleihe, meist ausgedrückt in Prozent. Bitte beachten: Sinkende Renditen bedeuten höhere Kurse und umgekehrt.

Anwendungsfall

Begriff aus dem Software- und System-Engineering-Bereich, der beschreibt, wie Anwender ein System nutzen, um ein bestimmtes Ziel zu realisieren.

Arbitrage

Eine Anlagestrategie, die darauf abzielt, Preisineffizienzen im Markt auszunutzen. Arbitrage bezeichnet den gleichzeitigen Kauf und Verkauf von identischen (oder ähnlichen) Finanzinstrumenten auf verschiedenen Märkten, um so von einem Preisunterschied zu profitieren.

Asset-Allokation

Aufteilung eines Portfolios nach Anlageklassen, Sektoren, geografischen Regionen und Wertpapiertypen.

Asset-Backed Securities (ABS)

Ein Wertpapier, das mit Vermögenswerten wie Darlehen, Kreditkarten- oder Leasingforderungen besichert ist. Es bietet Anlegern die Möglichkeit, in eine breite Palette von Vermögenswerten zu investieren, die laufende Erträge generieren.

Aufschlag

Wenn ein Wertpapier am Markt über dem Wert notiert, der gemessen an seiner Substanz angemessen erscheint, wird es „mit Aufschlag gehandelt“. Bei Investmenttrusts spricht man von einem Aufschlag, wenn der Preis pro Anteil höher ist als der anteilige Nettoinventarwert. Gegenteil von Abschlag.

Ausschüttungsrendite

Ertrag aus einer Anlage dividiert durch ihren Preis, ausgedrückt in Prozent. Die Kennzahl ermöglicht den Vergleich von Erträgen unterschiedlicher Anlageformen wie Aktien, Anleihen, Bankeinlagen oder Immobilien, aber auch zwischen verschiedenen Fonds zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Außerbilanzielle Kredite

Forderungen oder Verbindlichkeiten, die nicht in der Bilanz auftauchen, aber für die Beurteilung der finanziellen Solidität eines Unternehmens von Bedeutung sein können.

Außerbörslicher Handel (OTC)

Der Handel mit Wertpapieren wie Aktien, Anleihen und Derivaten direkt zwischen zwei Parteien und nicht über eine formale, zentralisierte Börse, wie z. B. die London Stock Exchange.

Autonomes Fahren

Selbstständiges Fahren eines Fahrzeugs zu einem bestimmten Ziel im realen Verkehr, ohne Eingriff eines menschlichen Fahrers.

B

Barbell-Strategie (Hantelstrategie)

Bezieht sich meist auf eine Anlagestrategie, bei der ein Portfolio zur einen Hälfte aus Anleihen mit langen und zur anderen aus Anleihen mit sehr kurzen Laufzeiten besteht. Dadurch soll eine bessere risikobereinigte Rendite erzielt werden.

Bärenmarkt

Eine Phase an den Finanzmärkten, in der die Preise von Wertpapieren fallen. Nach einer allgemein anerkannten Definition liegt ein Bärenmarkt vor, wenn ein Index über einen Zeitraum von mindestens zwei Monaten 20 % oder mehr an Wert verliert. Das Gegenteil eines Bärenmarktes ist ein Bullenmarkt.

Benchmark

Eine Standardgröße, an der sich die Wertentwicklung eines Portfolios messen lässt. Die Performance eines britischen Aktienfonds kann zum Beispiel anhand eines Marktindex wie dem FTSE 100 gemessen werden, der die 100 größten an der Londoner Börse gelisteten Unternehmen repräsentiert. Eine Benchmark wird häufig als Index bezeichnet.

Besichertes Darlehen

Ein Kredit, bei dem sich der Kreditnehmer verpflichtet, dem Kreditgeber bestimmte Vermögenswerte zu überlassen, wenn er die Rückzahlungen nicht leistet.

Beta

Maß für die Übereinstimmung eines Portfolios oder eines Wertpapiers mit dem Gesamtmarkt. Das Beta eines Marktes ist immer 1. Ein Portfolio mit einem Beta von 1 bedeutet, dass bei einem Marktanstieg von 10 % das Portfolio entsprechend steigen sollte. Ein Portfolio mit einem Beta über 1 bedeutet, dass sich das Portfolio wahrscheinlich stärker als der Markt bewegen wird. Ein Beta unter 1 bedeutet, dass sich das Portfolio und der Markt wahrscheinlich in die entgegengesetzte Richtung bewegen.

Bewertungskennzahlen

Kennzahlen zur Beurteilung der Geschäftsentwicklung eines Unternehmens, seiner finanziellen Verfassung und der künftigen Gewinnentwicklung, wie Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) und Eigenkapitalrendite (ROE).

Bezugsrechtsemission

Rechte zum Kauf zusätzlicher Aktien, die den bestehenden Aktionären eingeräumt werden.

Bilanz

Ein Rechnungsabschluss, der über die Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und das Eigenkapital eines Unternehmens zu einem bestimmten Zeitpunkt informiert. Die zwei Seiten der Bilanz geben Aufschluss über das Vermögen und die Schulden sowie das von den Aktionären investierte Kapital. Die Bezeichnung Bilanz kommt von der Bilanzgleichung: Vermögen = Verbindlichkeiten + Eigenkapital.

Bilanzstärke

Finanzielle Lage eines Unternehmens. Siehe auch: Bilanz.

Blue chip

Aktie eines gut etablierten, finanziell soliden Unternehmens mit hohem Bekanntheitsgrad, das typischerweise eine lange Historie von zuverlässigem, stabilem Wachstum aufweist.

Bond proxy

Eine Aktie, von der angenommen wird, dass sie sichere, berechenbare Erträge (Dividenden) bei geringer Volatilität abwirft – Merkmale, die man sonst eher mit Anleihen verbindet. Bei den meisten dieser anleiheähnlichen Titel handelt es sich um Versorger-, Basiskonsum- und Pharmaaktien. Bond Proxys können als Portfoliobeimischung Anleihen ersetzen – deshalb ihre Bezeichnung (sie bedeutet so viel wie Anleihe-Stellvertreter).

Bonitätsrating

Bewertung, die einem Schuldner auf Basis seiner Kreditwürdigkeit (Bonität) erteilt wird. Ratings können sich auf Staaten oder Unternehmen beziehen, aber auch auf einzelne Schuldtitel oder finanzielle Verbindlichkeiten. Ein Emittent von Anleihen mit „Investmentqualität“ (Investment Grade) hat normalerweise ein höheres Bonitätsrating als ein Emittent von Hochzinsanleihen. In der Regel werden die Bonitätseinstufungen von Rating-Agenturen wie Standard & Poor’s oder Fitch vorgenommen, die dazu standardisierte „Noten“ wie AAA (hohes Rating) oder B- (niedriges Rating) verwenden. Moody's, eine weitere bekannte Rating-Agentur, arbeitet mit einem etwas anderen Format, bei dem Aaa für ein hohes und B3 für ein niedriges Rating steht.

Börsengehandelter Fonds (englisch ETF: Exchange Traded Fund)

Wertpapier, das die Wertentwicklung eines Index (beispielsweise eines Aktien-, Anleihen- oder Rohstoffindex) nachbildet. ETFs werden wie Aktien an einer Börse gehandelt, und ihr Wert schwankt entsprechend den Auf- und Abwärtsbewegungen der jeweiligen Anlagegegenstände). In der Regel ist die Liquidität von ETFs höher und die Gebühren sind niedriger als bei aktiv gemanagten Fonds.

Börsennotierte Immobiliengesellschaften

Unternehmen (einschließlich REITs), die an einer Börse gelistet sind und ihre Erlöse zum überwiegenden Teil mit dem Besitz, der Verwaltung oder Entwicklung von Immobilien erwirtschaften.

Bottom-up

Fondsmanager, die nach dem Bottom-Up-Prinzip vorgehen, bauen ihre Portfolios auf der Basis von Analysen einzelner Wertpapiere auf, um die besten Anlagechancen innerhalb einer Branche oder eines Landes oder einer Region aufzuspüren.
Berücksichtigt werden können zudem wirtschaftliche Faktoren oder Allokationsthemen, so genannte Top-Down-Faktoren, die jedoch eine untergeordnete Rolle spielen.

Bruttoinlandsprodukt (BIP)

Der Wert aller in einem Land während eines bestimmten Zeitraums (üblicherweise ein Quartal oder ein Jahr) produzierten Waren und Dienstleistungen. Die Veränderung des BIP gegenüber einem vorangegangenen Zeitraum wird in der Regel in Prozent ausgedrückt und dient als allgemeine Kennzahl der gesamtwirtschaftlichen Aktivität eines Landes.
Wachstum zu einem vernünftigen Preis (englisch GARP: Growth at a Reasonable Price) GARP-Anleger suchen nach unterbewerteten Unternehmen (wertorientierte Anlagestrategie) mit solidem, dauerhaftem Wachstumspotenzial (wachstumsorientierte Anlagestrategie).

Buchwert

Wert eines Vermögensgegenstands, wie er in der Bilanz eines Unternehmens angegeben ist. Der Buchwert muss nicht mit dem Marktwert identisch sein.

Bullenmarkt

Ein Phase an den Finanzmärkten, in der die Preise von Wertpapieren über einen längeren Zeitraum steigen. Das Gegenteil von einem Bullenmarkt ist ein Bärenmarkt.

C

Carry

(Unbedingt auf den Kontext achten!) Eine Definition lautet: Zinserträge bzw. Kupon, also die regelmäßigen Zinszahlungen aus einer Anleihe. Der Kupon wird in Prozent des Nennwerts eines Wertpapiers angegeben. Hat eine Anleihe beispielsweise einen Nennwert von €100 und einen Jahreskupon von 5%, fließen jährlich Zinsen in Höhe von €5.

Chinesische A-Aktien

An den Börsen von Shenzhen und Shanghai gelistete Aktien.

Cloud computing

Nutzung von IT-Dienstleistungen, die nicht vor Ort auf lokalen Rechnern vorgehalten werden. Rechenleistung und Speicherplatz werden von spezialisierten Anbietern gekauft, der Zugriff erfolgt über das Internet.

Commodities

Homogene Handelswaren wie öl, Gold oder Weizen. An den Finanzmärkten werden diese Güter gewöhnlich mit Hilfe von Terminkontrakten gehandelt.

Contingent Convertible Bonds (CoCos)

Anleihen, die bei einem vorher festgelegten „Auslöseereignis“ in Aktien des Emittenten umgewandelt werden können oder ganz bzw. teilweise abgeschrieben werden.

Contrarian

Ein Anlagestil, mit dem sich Anleger gegen den Marktkonsens oder einen konventionellen Anlageansatz positionieren. Contrarian-Anleger sind überzeugt, dass das Herdenverhalten der Anleger zu Fehlbewertungen an den Finanzmärkten führen kann.

Credit

Dieser Begriff bezieht sich auf Anleihen, bei denen der Emittent weder ein Staat noch eine öffentliche Institution ist. Schuldner ist meist ein Unternehmen oder Individuum, und die Schuldenaufnahme erfolgt durch Anleihen, Darlehen oder andere festverzinsliche Anlageformen.

Credit Default Swap (CDS)

Eine Derivat, mit dem das Kreditrisiko einer Anleihe zwischen zwei Parteien übertragen wird. Der Käufer des Swaps leistet regelmäßige Zahlungen an den Verkäufer. Im Gegenzug verpflichtet sich der Verkäufer, den zugrunde liegenden Schuldbetrag zu zahlen, wenn die Anleihe ausfällt. Ein CDS ist eine Versicherung gegen Zahlungsausfall und ein handelbares Wertpapier. So kann ein Fondsmanager Positionen auf einen bestimmten Emittenten oder Index aufbauen, ohne das oder die zugrunde liegenden Wertpapiere zu besitzen.

Credit Spread

Die Renditedifferenz zwischen Unternehmensanleihen und vergleichbaren Staatsanleihen.

D

Deep Learning

Computersysteme werden mit großen Datenmengen gefüttert, die sie in die Lage versetzen, Entscheidungen über andere Daten zu treffen. Der Prozess der Dateneinspeisung erfolgt über neuronale Netze – logische Strukturen, die allen Daten, die sie passieren, eine Reihe von Ja-Nein-Fragen stellen bzw. ihnen jeweils einen numerischen Wert zuweisen, um sie dann anhand der Antworten zu klassifizieren.

Deflation

Rückgang der Preise von Gütern und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft, was in der Regel davon zeugt, dass sich die Konjunktur abschwächt. Deflation ist das Gegenteil von Inflation.

Deleveraging (Schuldenabbau)

Ein Unternehmen senkt seine Verschuldung im Verhältnis zu seiner Bilanzsumme. Bei einem Investmentfonds bezieht sich der Begriff auf die Verringerung des Fremdfinanzierungsgrads (Leverage).

De-rating (negative Neubewertung)

Situation, in der Anleger nicht mehr bereit sind, für ein Wertpapier so viel zu bezahlen wie vorher. Eine andere Bedeutung von De-rating ist die Senkung des Bonitätsratings einer Anleihe.

Derivat

Ein Finanzinstrument, dessen Preis sich von einem oder mehreren Basiswerten wie Aktien, Anleihen, Rohstoffen oder Währungen ableitet. Dabei handelt sich um einen Vertrag zwischen zwei oder mehreren Parteien, der es Anlegern ermöglicht, von Preisschwankungen des/der Vermögenswerte(s) zu profitieren. Futures, Optionen und Swaps sind Beispiele für Derivate.

Differenzkontrakt (englisch CFD: Contract for Difference)

Derivatives Finanzinstrument, bei dem ein Vertrag zwischen zwei Parteien geschlossen wird. Gewinn und Verlust sind abhängig von der Wertentwicklung eines Basiswerts, die Differenz wird in bar beglichen. Auf diese Weise können alle Vorteile und Risiken abgebildet werden, die mit dem Besitz eines Wertpapiers verbunden sind, ohne dass eine der Parteien das Wertpapier tatsächlich halten muss.

Direktanlagen in Immobilien

Anlage in physischen Immobilien (Gebäuden) im Gegensatz zu börsennotierten Immobilienaktien. Man spricht auch von „Brick and Mortar“ (Ziegelstein und Mörtel).

Disruptive Technologie

Eine neue Technologie, die eine bestehende verdrängt und die betroffene Branche drastisch verändert. Gemeint sein kann auch die Entstehung eines neuen Wirtschaftszweigs durch ein bahnbrechendes neues Produkt oder eine bahnbrechende neue Dienstleistung.

Diversifikation

Streuung des Risikos, indem in einem Portfolio verschiedene Arten von Anlagewerten/Anlageklassen gemischt werden. Hintergrund ist die Annahme, dass sich die Preise bzw. Kurse der verschiedenen Vermögensgegenstände im gleichen Szenario unterschiedlich entwickeln werden. Die größte Diversifikation ist von Anlagen zu erwarten, die kaum miteinander korrelieren.

Dividende

Ausschüttung, die ein Unternehmen an seine Aktionäre leistet. Die Höhe ist variabel, und die Zahlung erfolgt als prozentualer Anteil am Gewinn.

Dividendenausschüttungsquote

Der Prozentsatz des Gewinns, der in einem Jahr in Form von Dividenden an die Aktionäre ausgeschüttet wird.

Dividendendeckung

Gewinn eines Unternehmens im Verhältnis zu seiner Dividende. Die Kennzahl dient als Indikator dafür, ob die Dividende künftig auf dem erreichten Niveau bleiben oder noch steigen kann.

Dividendenstarke Branchen

Branchen, in denen die Unternehmen im Vergleich zum Benchmark-Durchschnitt hohe Dividendenrenditen aufweisen.

Down-Market-Capture-Quote

Misst, wie sich ein Portfolio im Verhältnis zu einem Index entwickelt, wenn dieser fällt. Eine Down-Market-Capture-Quote von 90 besagt, dass ein Portfolio in Phasen, in denen der Index um 10% fiel, ein Minus von 9% verbuchte (was einer Outperformance von 1% entspricht).

Downside-Risiko

Geschätztes Ausmaß der möglichen Einbußen eines Wertpapiers oder Portfolios, falls sich der Markt ungünstig entwickelt.

Downside-Schutz

Begrenzung oder Verringerung von Verlusten in dem Fall, dass ein zugrunde liegendes Wertpapier fällt.

DRAM

Dynamic Random Access Memory ist die Bezeichnung für kostengünstige Speicherchips mit hoher Speicherkapazität, die in digitaler Elektronik (z. B. im Hauptspeicher von Computern) zum Einsatz kommen.

Drawdown

Abstand zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Wert eines Portfolios oder Anlageinstruments in einem bestimmten Zeitraum.

Duration

Maß für die Sensitivität eines festverzinslichen Wertpapiers oder Portfolios gegenüber Zinsänderungen gemessen als gewichteter Mittelwert aller verbleibenden Cashflows des Wertpapiers/Portfolios (sowohl Zins- als auch Rückzahlungen). Die Duration wird in Jahren ausgedrückt. Je länger die Duration, desto empfindlicher reagiert ein festverzinsliches Wertpapier oder Portfolio auf Zinsveränderungen. „Die Duration verkürzen“ bedeutet, die durchschnittliche Duration eines Portfolios zu verringern. Das Gegenteil ist der Fall, wenn man „die Duration verlängert“.

Durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR)

Misst die jährliche Wachstumsrate einer Anlage im Laufe der Zeit, einschließlich des Zinseszinseffekts. Die CAGR dient in der Regel dazu, die Performance von Anlagen in der Vergangenheit zu messen und zu vergleichen oder um deren künftig erwartete Erträge zu prognostizieren.

E

EBITDA

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und materiellen sowie immateriellen Abschreibungen ist eine Kennzahl zur Messung der operativen Leistung eines Unternehmens, bei der seine Kapitalstruktur (Fremdfinanzierung, Abschreibungen und Steuern) nicht berücksichtigt wird.

Effektive Duration

Die effektive Duration misst die Duration einer Anleihe einschließlich eingebetteter Optionen und hilft bei der Bewertung der Sensitivität des Anleihenkurses gegenüber Veränderungen der Benchmark-Renditekurve.

Effizientes Portfoliomanagement

Die Zielsetzung, in eine Auswahl von Wertpapieren zu investieren, die eine möglichst gute risikobereinigte Rendite erwarten lassen. Zugleich sollen das Risiko verringert und die Kosten minimiert werden.

Eigenkapitalquote

Kennzahl für die von einer Bank als Reserve vorgehaltenen Mittel zur Absicherung der riskanteren Vermögensgegenstände in ihrem Bestand, die im Fall einer Krise gefährdet sein könnten.

Eigenkapitalrendite (ROE)

Die Höhe des Gewinns, den ein Unternehmen mit dem von seinen Aktionären investierten Kapital erzielt. Sie ist auch ein Maß für die Rentabilität eines Unternehmens. .

Einkaufsmanagerindex

Der Einkaufsmanagerindex (EMI) ist ein Frühindikator der konjunkturellen Lage in der Industrie eines Landes. Er basiert auf fünf Indikatoren: Auftragseingang, Lagerbestände, Produktion, Zulieferungen, Beschäftigungslage.

Einzelhandelspreisindex (EHPI)

Misst die Veränderung der Preise eines Korbs von Gütern und Dienstleistungen im Zeitablauf und dient als Basis zur Berechnung der Inflation. Vom Verbraucherpreisindex unterscheidet sich der EHPI vor allem durch die Berechnungsweise und die Berücksichtigung von Zinszahlungen für Hypotheken.

Entschuldung

Wenn ein Unternehmen seine Kreditaufnahme bzw. Schulden im Verhältnis zu seiner Bilanz reduziert. Entschuldung ist das Gegenteil von Verschuldung.

ESG (Environmental, Social, Governance)

Umwelt, Soziales, Unternehmensführung – das sind drei wesentliche Kriterien, die dazu dienen können, das ethische Verhalten und die Nachhaltigkeit der Praktiken eines Unternehmens zu beurteilen.

EV/EBITDA

Unternehmenswert/Gewinn vor Zinsen, Steuern und materiellen sowie immateriellen Abschreibungen (EV-Vielfaches). Das EV-Vielfache ist ein Bewertungsmaßstab für Unternehmen, der neben dem Aktienkurs auch die Verschuldung und die Barmittel eines Unternehmens berücksichtigt und diesen Wert mit der Rentabilität des Unternehmens in Beziehung setzt.

EV/Umsatz

Das Verhältnis Unternehmenswert/Umsatz ist ein Maß für die Bewertung eines Unternehmens anhand seines Jahresumsatzes, bei dem sein Eigen- und Fremdkapital berücksichtigt werden.

EWR

Bezeichnet den Europäischen Wirtschaftsraum. Der EWR bietet freien Verkehr von Personen, Waren, Dienstleistungen und Kapital zwischen seinen Mitgliedsstaaten.

Expansive Geldpolitik

Mit expansiven geldpolitischen Maßnahmen verfolgen Notenbanken das Ziel, die Geldmenge zu erhöhen und die Konjunktur anzuregen. In erster Linie werden dazu die Zinsen niedrig gehalten, um Unternehmen, Verbrauchern und Banken die Kreditaufnahme zu erleichtern.

Exposure

Bezieht sich auf den Anteil eines Portfolios, der den Kurs-/Preisbewegungen eines bestimmten Wertpapiers, Sektors oder Markts bzw. den Veränderungen einer bestimmten ökonomischen Variablen ausgesetzt ist.
Gewöhnlich wird das Exposure in Prozent des Gesamtportfolios angegeben, also beispielsweise: Das Portfolio hat ein Exposure von 10% zum Bergbausektor. Gleiche Bedeutung wie „Engagement“.

F

Festverzinsliche Wertpapiere

Siehe Anleihe.

Fiskalisch

Mit staatlichen Abgaben, Schulden und Ausgaben zusammenhängend.

Fiskalische Reflation

Bemühen einer Regierung, die Geldmenge durch fiskalpolitische Maßnahmen (Steuern, Staatsausgaben usw.) zu erhöhen, um einer deflationären Entwicklung entgegenzuwirken.

Freier Cashflow (FCF)

Barmittel, die ein Unternehmen nach Abzug der laufenden Kosten und Investitionsausgaben erwirtschaftet. Diese Mittel kann das Unternehmen dann für Zukäufe, Dividenden oder den Schuldenabbau verwenden.

Fundamentalanalyse

Analyse von Informationen, die sich auf die Bewertung eines Wertpapiers auswirken, wie die Gewinne eines Unternehmens oder die Beurteilung seines Managements sowie allgemeine wirtschaftliche Faktoren. Im Unterschied dazu stehen bei der technischen Analyse spezielle Situationen und Konstellationen an den Finanzmärkten im Vordergrund – beispielsweise kann es um das Aufspüren saisonaler Muster gehen.

Future

Ein Kontrakt zwischen zwei Parteien über den Kauf oder Verkauf handelbarer Vermögenswerte, wie z. B. Aktien, Anleihen, Rohstoffe oder Währungen, zu einem festgelegten zukünftigen Zeitpunkt und einem vorher vereinbarten Preis. Ein Future ist ein Derivat.

G

Gearing

Gearing ist ein Maß für den Verschuldungsgrad eines Unternehmens. Es ist auch das Verschuldungsverhältnis eines Unternehmens und gibt an, inwieweit seine Geschäfte von Kreditgebern im Gegensatz zu seinen Aktionären finanziert werden. Bei Investmentfonds gibt das Gearing Aufschluss darüber, wie viel Kapital der Fonds für Anlagezwecke aufnimmt.

Geldmarktinstrument

Ein hochliquides festverzinsliches Instrument mit kurzer Laufzeit.

Geldmenge

Die Geldmenge ist der gesamte Geldbestand in einer Volkswirtschaft. Enger definiert umfasst sie Banknoten und Münzen, die sich im Umlauf befinden, und so genannte Geldäquivalente, die problemlos in Bargeld umgetauscht werden können. Eine breitere Definition von Geldmenge bezieht auch verschiedene Arten längerfristiger, weniger liquider Bankeinlagen ein.

Geldmengenaggregate

Kennwerte für den Geldbestand in einer Volkswirtschaft.

Geldmengenwachstum

Die Geldmenge ist der gesamte Geldbestand in einer Volkswirtschaft. Enger definiert umfasst sie Banknoten und Münzen, die sich im Umlauf befinden, und so genannte Geldäquivalente, die problemlos in Bargeld umgetauscht werden können. Eine breitere Definition von Geldmenge bezieht auch verschiedene Arten längerfristiger, weniger liquider Bankeinlagen ein.

Geldpolitik

Die Summe der Maßnahmen einer Zentralbank mit dem Ziel, die Inflation und das Wachstum einer Volkswirtschaft zu beeinflussen. Hierzu zählt die Steuerung der Zinssätze und der Geldmenge. Bei einer geldpolitischen Lockerung weitet die Zentralbank die im Umlauf befindliche Geldmenge aus und/oder senkt die Kreditkosten. Mit geldpolitischer Straffung werden Maßnahmen der Zentralbanken bezeichnet mit dem Ziel, die Inflation einzudämmen und das Wirtschaftswachstum zu verlangsamen, indem der Leitzins erhöht und die Geldmenge verringert wird. Siehe auch Fiskalpolitik.

Gesicherter Kredit

Kredit, bei dem der Kreditnehmer dem Kreditgeber bestimmte Vermögensgegenstände für den Fall verspricht, dass er es versäumt, fällige Rückzahlungen zu leisten.

Gewerbeimmobilien

Immobilien, die zu gewerblichen Zwecken genutzt werden. Die drei wichtigsten Kategorien sind: Einzelhandel, Büros, Logistik. Wohnimmobilien fallen nicht unter Gewerbeimmobilien.

Gewichtete durchschnittliche Marktkapitalisierung

Die durchschnittliche Marktkapitalisierung einer Position, gewichtet nach der Größe dieser Position in einem Portfolio oder Index.

Gewichtete durchschnittliche Mietdauer

Bei Immobilienanlagen beschreibt sie die durchschnittliche Zeit bis zum Auslaufen aller Mietverträge in einem Portfolio, gewichtet nach den Mieteinnahmen.

Gewichtete durchschnittliche Fälligkeit (WAM)

Die durchschnittlich verbleibende Zeit bis zur Fälligkeit der Vermögenswerte in einem Portfolio.

Gewichtete durchschnittliche Restmietlaufzeit

Anteil (meist ausgedrückt in Prozent) einer Immobilie oder eines Immobilienportfolios, der gegenwärtig nicht vermietet ist.

Gewichtete durchschnittlich verbleibende Mietdauer

Der in der Regel als Prozentsatz ausgedrückte Anteil einer Immobilie oder eines Immobilienportfolios, der nicht vermietet ist.

Gewinn je Aktie (EPS)

Der Anteil des Gewinns, der auf eine Aktie des Unternehmens entfällt. Dies ist eine der gängigsten Kennzahlen, mit denen Anleger die Rentabilität eines Unternehmens beurteilen. Sie wird berechnet, indem der Gewinn (nach Steuern) durch die Anzahl der Aktien des Unternehmens geteilt wird.

Gewinnspanne

Betrag, um den die Erlöse aus dem Verkauf eines Produkts oder einer Dienstleistung die für die Herstellung aufgewandten Kosten übersteigt.

Gilts

Britische Staatsanleihen, die von der Bank of England verkauft werden, um die Schulden des britischen Staates zu finanzieren.

Gut kapitalisiertes Unternehmen

Ein Unternehmen, das über genügend Barmittel verfügt, um seine Geschäftstätigkeit ohne größere Einschränkungen aufrechtzuerhalten.

H

Handelsdefizit

Ein Handelsdefizit entsteht, wenn ein Land wertmäßig mehr importiert als exportiert. Seitwärtsbewegung
Von einer Seitwärtsbewegung spricht man, wenn die Bewegungen des Markts (in beide Richtungen) relativ gering sind.

Hedging

Zur Absicherung einer Transaktion wird eine zweite, an die erste gekoppelte Transaktion getätigt. Dadurch sinkt oder entfällt das Risiko, dass für ein Portfolio insgesamt ein Verlust entsteht. Es können verschiedene Techniken genutzt werden, auch Derivate.

Hinterlegungsschein

Ein von einer Bank ausgegebenes Wertpapier, das an einer Börse gehandelt werden kann und die zugrunde liegenden Wertpapiere eines ausländischen Unternehmens repräsentiert.

Hochzinsanleihe

Eine Anleihe mit einer Bonitätseinstufung unterhalb einer Investment-Grade-Anleihe. Sie wird auch als Sub-Investment-Grade-Anleihe bezeichnet. Hochzinsanleihen bergen in der Regel ein höheres Risiko, dass der Emittent mit seinen Zahlungen in Verzug gerät. Als Ausgleich für das zusätzliche Risiko werden sie in der Regel mit einem höheren Kupon begeben.

Hohe Überzeugung

Eine Strategie, bei der ein Portfolio eine ausgewählte Anzahl von Aktien enthält, die nach Einschätzung des Portfoliomanagers über das beste Potenzial für eine Outperformance verfügen. Weniger Positionen bedeuten, dass jede Aktie einen größeren Einfluss auf die Under-/Outperformance hat. Ein Ansatz mit hoher Überzeugung kann auch zu höherer Volatilität/Risiko führen. Siehe auch konzentriertes Portfolio.

Hype-Zyklus

Das Erkennen der Phase, in der sich eine neue Technologie im Hype-Zyklus gerade befindet (Hype, Verbreitung, Reife), hilft bei der Meidung bestimmter Marktbereiche während der Hypephase.

I

Illiquide alternative Anlagen

Wertpapiere, die am Markt nicht ohne Weiteres erworben oder verkauft werden können. Dagegen sind liquide Wertpapiere beispielsweise Aktien von Unternehmen mit hoher Marktkapitalisierung, für die es in der Regel eine große Zahl williger Käufer und Verkäufer am Markt gibt.

Illiquide Anlagen

Wertpapiere, die am Markt nicht ohne Weiteres erworben oder verkauft werden können. Dagegen sind liquide Wertpapiere beispielsweise Aktien von Unternehmen mit hoher Marktkapitalisierung, für die es in der Regel eine große Zahl williger Käufer und Verkäufer am Markt gibt.

Illiquide Vermögenswerte

Wertpapiere, die sich nur schwer auf einem Markt kaufen oder verkaufen lassen. So sind beispielsweise Aktien von Unternehmen mit einer hohen Marktkapitalisierung in der Regel liquide, da es auf dem Markt meist eine große Zahl williger Käufer und Verkäufer für diese Aktien gibt.

Immobilien-Assetmanagement

Laufende Verwaltung von Immobilienobjekten. Dazu gehören möglicherweise auch Nachverhandlungen über bestehende Mietverhältnisse (zur Erreichung einer längeren Vertragsdauer oder besserer Konditionen) und die Durchführung von Modernisierungsmaßnahmen.

Immobilien-Investmentgesellschaften (REITs)

Ein Anlagevehikel, das in Immobilien investiert, und zwar über den direkten Besitz von Immobilien, Immobilienanteilen oder Hypotheken. Da REITs an der Börse notiert sind, sind sie in der Regel sehr liquide und werden wie Aktien gehandelt.

Index

Statistisches Barometer für Veränderungen an einem Wertpapiermarkt. In den USA informiert beispielsweise der S&P 500 Index über die Entwicklung der Aktienkurse der 500 größten US-Unternehmen und dient vielen in den USA anlegenden Aktienfonds als Benchmark. Jeder Index hat seine eigene Berechnungsmethode. Gewöhnlich bildet ein bestimmtes Datum in der Vergangenheit den Ausgangs- und Bezugspunkt.

Indexbewusst

Ein Fondsmanager orientiert sich beim Portfolioaufbau an einer Benchmark, doch die Auswahl der einzelnen Titel und deren Gewichtung basieren auf Analysen, die nach fundamentalen Kriterien vorgenommen werden.

Inflation %

Rate, mit der sich Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft verteuern. Zwei gebräuchliche Inflationsbarometer sind der Verbraucherpreisindex (VPI) und der Einzelhandelspreisindex (EHPI). Inflation ist das Gegenteil von Deflation.

Information Ratio

Eine Kennzahl, die die Rendite eines Portfolios über der einer Benchmark im Verhältnis zum eingegangenen Risiko misst. Diese Kennzahl versucht, die Beständigkeit der Renditen eines Fondsmanagers zu ermitteln. Sie wird berechnet, indem die Überrendite eines Portfolios durch den Tracking Error geteilt wird.

Infrastrukturanlagen

Investments in wichtige physische Einrichtungen eines Landes oder Unternehmens, wie Straßen, Brücken, Wasserversorgung, Kanalisation und Telekommunikation. In der Regel müssen Investoren hohe Geldsummen aufbringen, die für lange Zeiträume gebunden sind. Als Belohnung winken langfristige, vergleichsweise berechenbare Geldrückflüsse.

Interbankenmarkt

Devisenmarkt, an dem Banken untereinander Währungen austauschen.

Interbankenzinssatz

Zinssatz, den Banken untereinander für kurzfristige Ausleihungen berechnen.

Investitionsaufwand, -ausgaben

Ausgaben für Sachanlagen wie Gebäude, Maschinen, Betriebseinrichtungen und Fahrzeuge mit dem Ziel, die Kapazitäten oder die Effizienz eines Unternehmen zu erhöhen.

Investment-Grade-Anleihe

Anleihe, deren Emittent typischerweise ein Staat oder Unternehmen ist, dessen Zahlungsausfallrisiko als relativ gering eingeschätzt wird. Die höhere Bonität dieser Papiere spiegelt sich in besseren Bonitätsratings im Vergleich zu Anleihen wider, deren Ausfallrisiko als größer eingeschätzt wird (wie etwa bei Hochzinsanleihen).

Investmenttrust

Börsennotiertes Unternehmen, das mit dem Geld seiner Aktionäre in Aktien anderer Unternehmen investiert. Die Zahl der Anteile an einem Investmenttrust ist genau festgelegt.

IPO

Börsengang, bei dem die Aktien eines Unternehmens erstmals öffentlich angeboten werden.

J

Unter diesem Buchstaben gibt es keine Einträge.

K

Kapital

Wenn es um einen Fonds geht, ist damit der Nettoinventarwert gemeint. Ansonsten kann sich der Begriff auch auf einen Geldbetrag beziehen, der in ein Unternehmen oder Anlageportfolio investiert wird.

Kapitalbetrag

Bezeichnet im festverzinslichen Bereich den Betrag, den der Käufer einer Anleihe dem Emittenten ursprünglich überlässt. Bei Fälligkeit muss der Kapitalbetrag an den Halter des Papiers zurückgezahlt werden. Der Begriff Kupon bezieht sich dagegen auf die regelmäßigen Zinszahlungen.

Kapitalquote

Ein Maß für das Kapital, das eine Bank als Reserve für ihre risikoreicheren Vermögenswerte, die im Fall einer Krise in Mitleidenschaft gezogen werden könnten, vorhält.

Kapitalrendite (ROC)

Eine Rentabilitätskennzahl, die angibt, wie effektiv ein Unternehmen Kapital in Gewinne umwandelt.

Kaufen und Halten (englisch: Buy and Hold)

Anlagestrategie, bei der Wertpapiere langfristig gehalten werden, unbeirrt von kurzfristigen Marktschwankungen.

Knappheitstendenzen am Arbeitsmarkt

Die Arbeitslosigkeit sinkt und es bewerben sich nur wenige Kandidaten auf offene Stellen. Tendenziell steigen in dieser Situation die Löhne und Gehälter.

Konjunkturzyklus (englisch: Economic cycle)

Wechsel zwischen Phasen des wirtschaftlichen Aufschwungs (Expansion) und des Abschwungs (Rezession). Der Konjunkturzyklus wird durch viele Faktoren beeinflusst wie die Ausgaben der privaten und öffentlichen Haushalte sowie der Unternehmen, durch Handel, technologische Entwicklungen und die Zentralbankpolitik.

Konzentriertes Portfolio

Ein Portfolio mit wenigen Positionen oder mit hoher Gewichtung der größten Postionen. Ein solches Portfolio ist in der Regel mit einem höheren Risiko behaftet als ein vergleichbares, aber stärker diversifiziertes Portfolio; ein negatives Ereignis, das nur eine kleine Anzahl von Positionen betrifft, kann zu erheblicher Volatilität oder zu Verlusten führen, aber im Gegensatz dazu ist das Potenzial für eine Outperformance des Portfolios ebenfalls größer. Siehe auch hohe Überzeugung.

Korrelation

Ein Maß für die Übereinstimmung von Veränderungen zweier Variablen (z. B. Aktien- oder Fondsrenditen). Bei einer Korrelation von +1 bewegen sich die Variablen in die gleiche Richtung. Bei einer Korrelation von -1 bewegen sie sich in entgegengesetzte Richtungen. Ein Wert nahe Null deutet auf eine schwache oder nicht vorhandene Beziehung zwischen den beiden Variablen hin.

Kredite

Privat emittierte Schuldtitel von Unternehmen ohne Investment-Grade-Status, die in der Regel mit dem Unternehmensvermögen besichert sind und bei der Zahlungsrangfolge an erster Stelle stehen. Die Zinsen sind an die Geldmarktzinsen gekoppelt.

Kreditmarkt

Markt für Anlagen in Unternehmensanleihen und darauf bezogenen Derivaten.

Kreditrisiko

Risiko, dass ein Schuldner seine vertraglichen Verpflichtungen gegenüber Anlegern nicht erfüllt, indem er die Leistung vorgeschriebener Zahlungen versäumt.

Kupon

Eine regelmäßige Zinszahlung auf eine Anleihe. Sie wird als Prozentsatz des Nennwerts einer Anleihe angegeben. Bei einer Anleihe mit einem Nennwert von 100 GBP und einem jährlichen Kupon von 5 % erhält der Anleger jährlich 5 GBP Zinsen.

Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV)

Eine Finanzkennzahl, die zur Bewertung der Aktien eines Unternehmens herangezogen wird. Sie wird berechnet, indem der Marktwert eines Unternehmens (Aktienkurs) durch den Buchwert seines Eigenkapitals (Wert der Aktiva des Unternehmens in der Bilanz) geteilt wird. Ein KBV unter 1 kann auf ein potenziell unterbewertetes Unternehmen oder ein rückläufiges Geschäft hinweisen. Je höher das KBV, desto höher die Prämie, die der Markt für das Unternehmen über den Buchwert (Bilanzwert) seiner Aktiva hinaus zu zahlen bereit ist.

Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)

Eine häufig verwendete Kennzahl, mit der Aktien eines Unternehmens im Vergleich zu anderen Aktien oder einem Referenzindex bewertet werden. Sie wird ermittelt, indem der aktuelle Aktienkurs durch den Gewinn pro Aktie dividiert wird.

L

Large-Caps

Aktien von Großunternehmen – gemessen an der Marktkapitalisierung – können an der Börse in der Regel problemlos erworben und veräußert werden, sie sind äußerst liquide. Die Marktkapitalisierung, die dem Gesamtwert eines Unternehmens entspricht, wird durch Multiplikation der Anzahl der ausgegebenen Aktien mit dem aktuellen Kurs berechnet.

Leerstandsrate

Durchschnittliche Zeitdauer bis zum Ablauf der Mietverträge in einem Portfolio, gewichtet mit den vereinbarten Mietzahlungen.

Leerverkauf von Futures auf die Renditen von US-Staatsanleihen

Verkauf eines Derivativkontrakts in der Hoffnung auf einen fallenden Preis, sodass ein späterer Rückkauf mit Gewinn möglich wird.Leerverkäufe („Shorting“) von Zinsfutures drücken die Hoffnung aus, dass die Renditen steigen und die Kurse entsprechend fallen werden.

Leistungsbilanzdefizit

Ein Leistungsbilanzdefizit besteht, wenn der Wert der Güter und Dienstleistungen, die von einem Land importiert werden, den Wert der exportierten Güter und Dienstleistungen übersteigt.

Leverage

Leverage hat mehrere Bedeutungen:
1. Eine andere Bezeichnung für den Verschuldungsgrad: das Verhältnis zwischen dem Fremdkapital eines Unternehmens (Schulden) und dem Wert seiner Stammaktien (Eigenkapital); der Verschuldungsgrad kann auch als Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern und materieller sowie immaterieller Abschreibung) ausgedrückt werden. Ein höherer Leverage ist gleichbedeutend mit einer höheren Verschuldung.
Oder
2. Der Einsatz von Krediten zur Erhöhung des Engagements in einen Vermögenswert/Markt. Dies kann durch die Aufnahme von Barmitteln zum Kauf eines Vermögenswerts oder durch den Einsatz von Finanzinstrumenten wie Derivaten erfolgen, was einer Kreditaufnahme für weitere Anlagen in Vermögenswerte gleichkommt.

LIBOR

London Interbank Offered Rate: Londoner Interbanken-Angebotszins. Referenzzinssatz, den Banken zugrunde legen, wenn sie sich gegenseitig kurzfristige Kredite zur Verfügung stellen. Der LIBOR dient auch als allgemeine Referenzgröße für die kurzfristigen Zinsen.

Liquide Anlagen

Wertpapiere, die am Markt problemlos erworben oder veräußert werden können.

Liquidität

Bezeichnet die Fähigkeit, ein Wertpapier oder einen Vermögenswert am Markt zu kaufen oder zu verkaufen. Als liquide gelten Vermögenswerte, die jederzeit am Markt gehandelt werden können, ohne größere Kursbewegungen auszulösen.

Long/Short

Ein Portfolio, das sowohl Long- als auch in Short-Positionen eingehen kann. Das Ziel ist es, von Kursgewinnen bei Long-Positionen und Kursrückgängen bei Short-Positionen zu profitieren. Diese Art von Anlagestrategie kann unabhängig von der Entwicklung des Gesamtmarktes Renditen erwirtschaften, die allerdings nicht garantiert sind.

Long-Only

Ein Portfolio, das nur in Long-Positionen investiert.

Long-Position

Ein Wertpapier, das in der Erwartung eines Wertzuwachses gekauft wird.

Long-Position im US-Dollar

Wer eine Long-Position im US-Dollar aufbaut (also Käufe tätigt), geht davon aus, dass die US-Währung steigen wird.

M

Markteintrittsbarrieren

Faktoren, die den Zugang zu einer Branche oder einem Geschäftsfeld erschweren, wie hohe Anfangskosten, Patente, Markenbindung usw.

Marktkapitalisierung

Gesamter Marktwert der von einem Unternehmen ausgegebenen Aktien. Zur Berechnung wird die Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien mit dem aktuellen Kurs multipliziert. Anhand der Marktkapitalisierung können Unternehmen einer Größenkategorie zugeordnet werden.

Mietverträge mit Indexklausel

Bei solchen Verträgen ist geregelt, wie die Miete entsprechend der Entwicklung eines Preisindex (der als Inflationsbarometer dient) angepasst wird.

Mikrokredite (englisch: Micro-Lending)

Kleinkredite an bedürftige Personen. Kreditgeber sind gewöhnlich Privatpersonen oder kleine Unternehmen.

Momentum Investing

Anlagestrategie, die auf den Kauf von Aktien setzt, die gerade steigen („momentumgetriebene Anlage“). Dahinter steckt die Erwartung, dass sich der Anstieg fortsetzen wird, während andere, weniger gut laufende Titel auch weiterhin schwächer abschneiden werden.

Mooresches Gesetz

Wurde 1965 von Intel-Mitbegründer Gordon E. Moore formuliert und besa.

Mortgage-Backed Securities (MBS)

Ein Wertpapier, das durch Hypotheken besichert (oder „unterlegt“) ist. Die Anleger erhalten regelmäßige Zahlungen, die sich aus den zugrunde liegenden Hypotheken ableiten, ähnlich wie bei Kupons. Ein ähnliches Instrument sind Asset-Backed Securities.

N

Nachhaltige, verantwortungsvolle Kapitalanlage (englisch SRI: Sustainable and Responsible Investment)

Eine Anlage, von der angenommen wird, dass sie zur Verbesserung der Umwelt und des gesellschaftlichen Lebens in einem Gemeinwesen beiträgt. Eine häufige Strategie ist die Meidung von Unternehmen, die Tabak, Waffen und öl produzieren. Aktiv gesucht wird dagegen nach Firmen, die für Umweltschutz oder soziale Nachhaltigkeit eintreten.

NAIRU

Die inflationsneutrale Arbeitslosenquote: Sie ist die niedrigste Arbeitslosenquote, die in einer Volkswirtschaft vorherrschen kann, ohne dass sich die Inflation beschleunigt oder verlangsamt. Sie repräsentiert ein Gleichgewicht zwischen dem Zustand der Wirtschaft und dem Arbeitsmarkt.

Negative Inflation

Bei negativer Inflation geht das Preisniveau insgesamt zurück und die Inflationsrate sinkt unter die Marke von Null. Im Unterschied dazu bedeutet „Disinflation“ lediglich eine Abschwächung der Inflation.

Nennwert

Anleihen werden bei Fälligkeit in der Regel zum Nennwert zurückgezahlt. Wenn eine Anleihe zum Beispiel zu einem Wert von 100 GBP ausgegeben wird, sollte sie bei Fälligkeit zu einem Nennwert von 100 GBP zurückgekauft werden. Wird häufig auch als Rückzahlungswert bezeichnet.

Netto- und Bruttoengagement

Die Höhe des Marktengagements eines Portfolios. Das Nettoengagement wird berechnet, indem das Short-Engagement in einem Portfolio vom Long-Engagement subtrahiert wird. Wenn ein Portfolio beispielsweise 100 % Long- und 20 % Short-Positionen aufweist, beträgt sein Nettoengagement 80 %. Das Bruttoengagement wird durch die Addition des absoluten Werts der Long- und Short-Positionen berechnet. Wenn ein Portfolio beispielsweise 100 % Long- und 20 % Short-Positionen aufweist, beträgt sein Bruttoengagement 120 %.

Nettoinventarwert (NAV oder NIW)

Der Gesamtwert der Vermögenswerte eines Fonds abzüglich seiner Verbindlichkeiten.

Next-Generation-Infrastruktur

Hierzu gehört unter anderem die Umstellung auf eine Cloud-Infrastruktur. Diese stellt über das Internet leistungsstarke Computer und Speicherplatz zur Verfügung und ermöglicht die Nutzung von hoher Rechenleistung und maschinellem Lernen zu niedrigen Preisen.

Nicht zyklisch

Unternehmen/Branchen, die Güter des täglichen Bedarfs liefern wie Konsumgüterunternehmen oder Versorger. Während zyklische Unternehmen Waren und Dienstleistungen bereitstellen, die Verbraucher kaufen, wenn das Vertrauen in die Wirtschaft groß ist, bieten nicht zyklische Unternehmen Güter und Dienstleistungen an, deren Kauf Verbraucher unabhängig von der Wirtschaftslage nicht aufschieben können, z. B. Gas, Lebensmittel und Strom.

Nominal-/Realrendite

Die Realrendite ist die Rendite einer Anlage nach Abzug von Steuern und Inflation. Bei der Nominalrendite werden Steuern und Inflation nicht in Abzug gebracht.

Nominalwert

Ein Wert, der nicht um die Inflation bereinigt wurde. Bei festverzinslichen Anlagen bezieht er sich auf den Nennwert einer Anleihe und nicht auf ihren aktuellen Marktwert.

Nicht lieferbarer Forward

Ein Derivat, über das man ein Engagement in Fremdwährungen eingeht, die nicht international gehandelt werden.

Normalisierung der Geldpolitik

Schrittweiser Ausstieg der Zentralbanken aus der unkonventionellen Geldpolitik (Null- bzw. Niedrigzinspolitik und Ankauf kurzlaufender Staatsanleihen), die als Reaktion auf die globale Finanzkrise von 2008 eingeführt worden war, um die Weltwirtschaft zu stimulieren.

Normalverteilung

Bei einer Normalverteilung liegen die meisten Werte in einem Datensatz nahe am Mittelwert, während relativ wenige Werte weiter vom Mittelwert entfernt sind.

Notleidende Kredite

Ein Wertpapier von einem Unternehmen, das in Zahlungsverzug geraten oder von Zahlungsverzug bedroht ist und das mit erheblichen Risiken verbunden ist.

Notleidender Kredit (NPL)

Ein Kredit, bei dem der Kreditnehmer seinen Zinsverpflichtungen nicht nachkommt oder den geliehenen Betrag nicht innerhalb des vereinbarten Zeitraums zurückzahlt.

O

OEIC (Open-Ended Investment Company)

Offener Investmentfonds – ein im Vereinigten Königreich gängiges Fondskonstrukt. Die meisten dieser Fonds sind UCITS-konform.

Option

Ein Vertrag zwischen zwei Parteien, der einem von ihnen das Recht einräumt, einen bestimmten Vermögenswert, z. B. Aktien, Anleihen oder Währungen, innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu einem Preis zu kaufen oder zu verkaufen, der beim Kauf der Option festgelegt wird. Eine Option ist ein Derivat.

Organisches Wachstum

Wachstum, das ein Unternehmen aus eigener Kraft generiert.

Organismen für gemeinsame Anlagen (OGA)

Ein Fonds, der Gelder von Anlegern bündelt, um in Aktien, Anleihen, Geldmarktinstrumente und/oder andere Wertpapiere aus dem Vereinigten Königreich und anderen Ländern zu investieren.

Outperformance

Erzielung einer höheren Rendite als die einer vorab definierten Benchmark. Oft spricht man auch von überrendite.

P

PAIF

Abkürzung für Property Authorised Investment Fund. Ein Fonds, der es berechtigten Anlegern ermöglichen soll, Erträge aus Immobilienanlagen steuerbegünstigt zu vereinnahmen.

Pair trade

Ein Trade, bei dem eine Long- und eine Short-Position in zwei stark miteinander korrelierenden Wertpapieren (oder sonstigen Vermögensgegenständen) eingegangen werden. Ziel ist es dabei, sowohl von steigenden als auch von fallenden Märkten zu profitieren.

Pari

Die Rückzahlung von Anleihen bei Fälligkeit erfolgt gewöhnlich zu pari, also zum Nennwert. Beträgt der Wert einer Anleihe zum Zeitpunkt der Emission beispielsweise €100, sollte bei der Tilgung dieser Betrag zurückgezahlt werden. Gelegentlich wird auch vom Fälligkeitswert gesprochen.

Passiv

Ein Anlageansatz, der einen Index nachbildet. Er wird passiv genannt, weil er lediglich versucht, einen Index nachzubilden. Viele börsengehandelte Fonds sind passive Fonds. Das Gegenteil ist aktives Anlegen.

Peer-to-Peer-Kredite

Vergabe von Krediten an Privatpersonen oder Unternehmen über Online-Plattformen, die Kreditgeber und -nehmer zusammenführen.

Performance fee

Erfolgsabhängige Gebühr, die eine Vermögensverwaltungsgesellschaft erhält, wenn ein Portfolio besser abschneidet als eine zuvor festgelegte Benchmark. Normalerweise wird die Performance-Fee in Prozent der erzielten überrendite angegeben.

Portfolio

Ein Pool von Wertpapieren wie Aktien, Anleihen und Geldmarktpapieren. Wird oft auch als „Fonds“ bezeichnet.

Position

Investment in einem einzelnen Finanzinstrument oder einer Gruppe von Finanzinstrumenten (wie Aktien oder Anleihen). Zum Beispiel kann ein Fonds eine Position in einem Technologieunternehmen halten oder durch Käufe verschiedener Aktien eine Position im Technologiesektor aufbauen.

Prämie (Aufschlag)

Wenn der Marktpreis eines Wertpapiers höher ist als sein zugrunde liegender Wert, wird das Wertpapier mit „einer Prämie gehandelt“. Bei Investmentfonds ist dies der Betrag, um den der Preis pro Anteil eines Investmentfonds den Wert des zugrunde liegenden Nettoinventarwerts übersteigt. Eine Prämie ist das Gegenteil vom einem Abschlag, bei dem der Kurs eines Wertpapiers unter seinem zugrunde liegenden Wert liegt.

Prekariat

Bezeichnung für eine Gruppierung innerhalb der Arbeitnehmerschaft, die durch Instabilität und Unsicherheit im Hinblick auf die Art der Erwerbstätigkeit und durch das Fehlen von Sozialleistungen wie Rente und bezahlter Urlaub gekennzeichnet ist.

Private Equity

Investment in einem Unternehmen, das nicht an einer Börse notiert ist. Wie bei Infrastrukturanlagen müssen Investoren in der Regel hohe Geldsummen aufbringen, die für lange Zeiträume gebunden sind.

Privatplatzierung

Möglichkeit der Geldbeschaffung durch den Verkauf von Wertpapieren an einen kleineren Kreis von Privatpersonen (Gegenteil: öffentliche Platzierung).

Protektionismus

Eine Form von Handelspolitik, bei der Handelshemmnisse errichtet werden – meist in der Absicht, inländische Firmen und Arbeitsplätze vor Konkurrenz aus dem Ausland zu schützen. Typische Maßnahmen sind Importquoten (Begrenzung der Menge oder des Werts importierter Güter und Dienstleistungen) und Zölle (Abgaben auf importierte Güter und Dienstleistungen, die diese für inländische Verbraucher in der Regel verteuern).

Q

Quantitative Lockerung (englisch QE: Quantitative Easing)

Unkonventionelle Geldpolitik, die von Zentralbanken angewandt wird, um die Wirtschaft zu stimulieren. Insbesondere wird die Geldmenge im Bankensystem erhöht.

R

R2

Ein statistisches Maß für die Preisbewegungen eines Vermögenswerts, die durch die Preisbewegungen eines anderen Vermögenswerts erklärt werden können. Sie misst zum Beispiel den Prozentsatz der Bewegungen eines Portfolios, der auf Veränderungen seiner Benchmark zurückzuführen ist.

Reaktionsfunktion

Art der Reaktion einer Zentralbank auf eine Veränderung der makroökonomischen Bedingungen.

Reflation

Staatliche Maßnahmen zum Ankurbeln der Wirtschaft und der Inflation.

Reflation month

Die Anleihekurse fallen auf Grund von Inflationserwartungen.

Relative Bewertung

Preis eines Vermögensgegenstands im Verhältnis zum Marktwert ähnlicher Vermögensgegenstände.

Rendite

Die Höhe der Erträge eines Wertpapiers, in der Regel ausgedrückt als Prozentsatz. Bei Aktien ist die Dividendenrendite ein gängiges Maß, bei dem die aktuellen Dividendenzahlungen je Aktie durch den Aktienkurs geteilt werden. Bei einer Anleihe errechnet sich dieser Wert aus der Kuponzahlung geteilt durch den aktuellen Anleihenkurs.

Renditekurve

Ein Diagramm, bei dem die Renditen von Anleihen ähnlicher Qualität gegen ihre Laufzeiten aufgetragen werden. Bei einer normalen/nach oben geneigten Renditekurve sind die Renditen von Anleihen mit längeren Laufzeiten höher als die Renditen von kurzfristigen Anleihen. Eine Renditekurve kann Hinweise auf die Markterwartungen bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung eines Landes geben.

Re-rating (positive Neubewertung)

Von einem Re-rating spricht man, wenn die Anleger bereit sind, einen höheren Preis für eine Aktie zu bezahlen – gewöhnlich in Erwartung künftiger Gewinnsteigerungen. Bei Anleihen kann ein Re-rating dadurch ausgelöst werden, dass sich die Fähigkeit eines Emittenten verbessert, Kuponzahlungen zu leisten und den Kapitalbetrag bei Fälligkeit zurückzuzahlen (Verbesserung der Kreditqualität). Siehe auch De-rating.

Reservequote / Mindestreservequote

Eine von einer Aufsichtsbehörde vorgegebene Mindesthöhe für das Vorhalten von Barreserven einer Bank.

Reshoring

Rückverlagerung von Geschäftsaktivitäten, die ins Ausland verlagert worden waren, ins Ursprungsland.

Risikobereinigte Rendite

Die Rendite oder das Ertragspotenzial einer Anlage unter Berücksichtigung des Risikos, das man bereit ist, dafür einzugehen. Zu den typischen Risikokennzahlen gehören Alpha, Beta, Volatilität, Sharpe Ratio und R2.

Risikoanlagen

Finanzanlagen, deren Kurse/Preise beträchtlich schwanken können (und die somit ein höheres Risiko bergen).Beispiele sind Aktien, Rohstoffe, Immobilien und Anleihen.

Risikofreier Zinssatz

Rendite eines Investments, dessen Risiko theoretisch gleich null ist. Bezugsgröße ist oft die Rendite einer US-Schatzanweisung mit 3-monatiger Laufzeit (kurzfristiges Geldmarktinstrument).

Risikoprämie

Die zusätzliche Rendite gegenüber Geldmarktanlagen, die ein Investor als Entschädigung dafür erwartet, dass er einen Vermögenswert hält, der nicht risikofrei ist. Je riskanter eine Anlage, desto höher die Risikoprämie.

S

SaaS

„Software as a Service“: Der Zugriff auf Software erfolgt über das Internet (statt einer Installation auf einzelnen Computern). Kunden zahlen dafür ein Nutzungsentgelt.

Säkulare Stagnation

Beschreibt eine lange Phase, in der kein oder nur schwaches Wirtschaftswachstum in einer Volkswirtschaft herrscht.

Säkulare Themen

Langfristige Anlagethemen mit starkem Wachstumspotenzial.

Schwellenländer

Länder, die sich von einer einkommensschwachen, weniger entwickelten Wirtschaft zu einer Wirtschaft entwickeln, die stärker in die Weltwirtschaft integriert ist und Fortschritte in Bereichen wie Tiefe und Zugang zu Anleihe- und Aktienmärkten sowie der Entwicklung moderner Finanz- und Regulierungsinstitutionen macht.

Sektoren/Aktien mit kurzer Duration

In der Regel handelt es sich um Qualitätsaktien mit hoher Rentabilität, niedriger Investitionsquote und geringem Risiko.

Seitwärtsbewegung

Von einer Seitwärtsbewegung spricht man, wenn die Bewegungen des Markts (in beide Richtungen) relativ gering sind.

Shanghai/Shenzhen Stock and Bond Connect

Eine Zusammenarbeit zwischen den Börsen Hongkong, Shanghai und Shenzhen und dem chinesischen Interbanken-Anleihenmarkt. Im Rahmen der Stock-Connect-Programme können Festlandchinesen und internationale Anleger Wertpapiere an den jeweils anderen Märkten über die Handels- und Clearingeinrichtungen ihrer jeweiligen Heimatbörsen handeln.

Shared Mobility as a Service

Mobilitätsdienste, bei denen Nutzern Transportmöglichkeiten kurzfristig nach Bedarf zur Verfügung gestellt werden.

Sharpe Ratio

Misst die risikobereinigte Performance eines Portfolios. Eine hohe Sharpe Ratio weist auf eine bessere risikobereinigte Rendite hin. Diese Kennzahl soll Aufschluss darüber geben, inwieweit die Rendite eines Portfolios auf die Fähigkeiten des Fondsmanagers und nicht auf eine übermäßige Risikobereitschaft zurückzuführen ist.

Short-Position

Fondsmanager nutzen Short-Positionen, um nach ihrer Meinung überbewertete Vermögenswerte zu leihen und dann zu verkaufen, um sie bei einem Preisrückgang zu einem niedrigeren Preis zurückzukaufen. Eine solche Position zahlt sich für den Anleger aus, wenn der Wert des Wertpapiers fällt. OGAW-Fonds können Derivate, wie z. B. Differenzkontrakte, einsetzen, um eine Short-Position zu simulieren.

Short-Positionen in Futures auf US-Staatsanleihen

Futures auf US-Staatsanleihen sind standardisierte derivative Kontrakte über den Kauf und Verkauf von US-Staatsanleihen, wobei der Lieferzeitpunkt in der Zukunft liegt. Eine Short-Position in Futures auf US-Staatsanleihen ist eine Handelsstrategie, die darauf abzielt, von einem erwarteten Kursrückgang der Anleihen zu profitieren.

SICAV

Société d'Investissement à Capital Variable. Gängiges Konstrukt für Fonds mit Sitz in Europa. Die meisten dieser Fonds sind UCITS-konform.

Sicherer Hafen

Vermögensgegenstände, die normalerweise nicht mit der Wertentwicklung von Aktien und Anleihen korrelieren, wie Gold, US-Staatsanleihen, US-Dollar, Bankeinlagen usw.

Sortino-Verhältnis

Eine Kennzahl zur Bewertung der Rendite eines Portfolios bei einem gegebenen (Verlust-)Risiko. Es handelt sich um eine Modifikation der Sharpe Ratio, bei der nur das Abwärtsrisiko, gemessen an den Renditen unterhalb des risikofreien Zinssatzes, quantifiziert wird. Ein hohes Sortino-Verhältnis zeigt an, dass die Rendite im Vergleich zum eingegangenen Abwärtsrisiko hoch ist.

Spätzyklisch

In der Spätphase des Konjunkturzyklus wird die Wertentwicklung von Vermögenswerten oft weitgehend von zyklischen, eng mit der Konjunktur verbundenen Faktoren bestimmt. Volkswirtschaften und Märkte entwickeln sich zyklisch, wobei die Zyklen von wenigen Jahren bis zu fast einem Jahrzehnt dauern können. Am Beginn eines Zyklus erholt sich eine Volkswirtschaft im Allgemeinen von einer Rezession. In der Zyklusmitte nimmt die Erholung Fahrt auf, und am Ende des Zyklus verliert das Wachstum an Schwung, die Löhne beginnen zu steigen und die Inflation gewinnt an Tempo. In dieser Phase wächst regelmäßig der Optimismus der Anleger und es herrscht die Vorstellung, dass die Kurse weiter steigen werden.

Staatsanleihen

Von einem Staat aufgelegte Anleihen, die entweder in lokaler oder in ausländischer Währung denominiert sein können.

Staatsausgabenmultiplikator

Wenn in einer Volkswirtschaft Geld ausgegeben wird, wirkt sich dies mit Multiplikatoreffekt auf die Wirtschaftsleistung aus. Der Staatsausgabenmultiplikator gibt an, in welchem Verhältnis das Bruttoinlandsprodukt wächst, wenn der Staat seine Ausgaben erhöht.

Stagflation

Eine relativ seltene wirtschaftliche Phase, in der eine steigende Inflation mit schwachem Wirtschaftswachstum einhergeht.

Standardabweichung

Eine statistische Kennzahl, die die Variation oder Streuung einer Reihe von Werten/Daten misst. Eine niedrige Standardabweichung zeigt an, dass die Werte eher nahe am Mittelwert liegen, während bei einer hohen Standardabweichung eine stärkere Streuung der Werte vorliegt. Bei der Bewertung von Anlagen kann die Standardabweichung ein Maß für deren historische Volatilität sein.

Steuer-/Fiskalpolitik

Bezeichnet politische Maßnahmen in Verbindung mit Steuern, Schulden und Ausgaben eines Staates, mit denen eine Regierung Steuersätze und Ausgaben festlegt. Sie ist unabhängig von der Geldpolitik, die in der Regel von einer Zentralbank festgelegt wird. Austerität bedeutet, dass die Steuern erhöht und/oder die Ausgaben gekürzt werden, um die Staatsverschuldung zu verringern. Fiskalische Expansion (oder „Stimulierung“) bezeichnet die Erhöhung von Staatsausgaben und/oder die Senkung von Steuern.

Streuung der Performance

Gibt an, wie stark die Wertentwicklung aller Variablen (z. B. der Aktien in einer Benchmark) vom Durchschnitt der jeweiligen Benchmark abweicht.

Struktureller Faktor/Wandel

Hiervon spricht man bei tiefgreifenden Veränderungen in Branchen oder Märkten. Mögliche Gründe sind wirtschaftliche Neuerungen, Veränderungen auf dem Kapital- und Arbeitsmarkt oder bei Angebot und Nachfrage nach Rohstoffen, politische und regulatorische Veränderungen, eine veränderte Besteuerung usw.

Strukturierte Produkte

Hochgradig maßgeschneiderte Anlagen mit spezifischen Risiko-Rendite-Profilen, bei denen in der Regel ein traditionelles Wertpapier wie z. B. eine Unternehmensanleihe verwendet wird und die üblichen Zahlungen aus der Anlage durch Zahlungen ersetzt werden, die auf der Wertentwicklung eines oder mehrerer Basiswerte basieren.

Systemisches Risiko

Das Risiko einer kritischen oder negativen Veränderung innerhalb des gesamten Finanzsystems, das alle Märkte und Anlageklassen in Mitleidenschaft ziehen würde.

T

Tail-Risiko

Das Risiko, dass sich die Wertentwicklung einer Anlage um mehr als drei Standardabweichungen von dem durch eine Normalverteilungskurve vorgegebenen Mittelwert entfernt. Dabei handelt es sich um Ereignisse, deren Eintrittswahrscheinlichkeit zwar gering ist, die aber im Falle ihres Eintretens erhebliche Auswirkungen auf die Performance haben könnten. Sie treten an beiden Enden einer Normalverteilungskurve auf, wobei der Begriff „Left Tail Risk“ (Risiko am linken Ende der Kurve) zur Beschreibung negativer Risikofaktoren am Ende der Kurve verwendet wird, während „Right Tail Risk“ (Risiko am rechten Ende der Kurve) unwahrscheinliche Ereignisse beschreibt, die sich positiv auf die Performance auswirken würden.

Taper Tantrum

Die Reaktion der Märkte auf die Äußerungen des US-Notenbankchefs vom Mai 2013, mit denen er andeutete, dass die US-Notenbank eine Drosselung (Verlangsamung) ihres Anleihenkaufprogramms (quantitative Lockerung) in Erwägung ziehen würde.

Technische Analyse

Analyse von Faktoren wie Marktliquidität und Anlegerverhalten um herauszufinden, wie diese die Wertpapierkurse beeinflussen. Im Unterschied dazu beschäftigt sich die Fundamentalanalyse mit Faktoren wie der finanziellen Verfassung von Unternehmen und der Qualität des Managements.

Top-down

Ein Fondsmanager, der nach dem Top-Down-Prinzip vorgeht, orientiert sich bei der Zusammenstellung seines Portfolios in erster Linie am wirtschaftlichen Umfeld und an der beschlossenen Asset-Allokation. Das Gegenteil davon ist der Bottom-Up-Ansatz, bei dem individuelle titelspezifische Kriterien im Fokus stehen.

Total Return Swap

Ein Derivat, bei dem eine Partei die Gesamtrendite des zugrunde liegenden Vermögenswerts oder Marktindex im Austausch für Zahlungen, die in der Regel an den LIBOR gebunden sind, zahlt/erhält.

Tracking error

Er misst, wie weit die tatsächliche Performance eines Portfolios von der seines Referenzindex abweicht. Je niedriger die Zahl ist, desto mehr entspricht die Performance der des Index.

U

UCITS scheme

The European Union (EU) has issued directives that allow carefully regulated funds to operate freely throughout the EU. A fund operating in line with the directives is known as an Undertaking for Collective Investment in Transferable Securities (UCITS) scheme. The regulations aim to give investors a high level of protection.

Übergewicht

Eine höhere Gewichtung eines einzelnen Wertpapiers, einer Anlageklasse, eines Sektors oder einer Region als in der Benchmark eines Portfolios, die als Vergleichsmaßstab zugrunde gelegt wird.

überrendite

Differenz zwischen der Rendite eines Wertpapiers oder Portfolios und der Rendite der jeweiligen Benchmark. Man spricht auch von der „relativen Rendite“.

Übertragbare Wertpapiere

Wertpapiere, die ohne Beschränkung von einer Partei auf eine andere übertragen werden können.

UCITS-Fonds

Die Europäische Union (EU) hat Richtlinien erlassen, die streng regulierten Fonds eine EU-weite Betätigung ermöglichen. Fonds, die die Anforderungen der Richtlinien einhalten, gelten als „Undertakings for Collective Investment in Transferable Securities“ (UCITS) bzw. „Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren“ (OGAW). Mit den Richtlinien wird das Ziel verfolgt, ein hohes Maß an Anlegerschutz zu gewährleisten.

Untergewichtung

Schwächere Gewichtung einzelner Wertpapiere, Anlageklassen, Sektoren oder geografischer Regionen in einem Portfolio als in dessen Benchmark.

Untergrenze von null (englisch: Zero Lower Bound)

Dieser Begriff bezieht sich auf die Situation, dass die kurzfristigen Zinsen bei null Prozent oder nur knapp darüber liegen. Für die Zentralbanken ist es dann schwieriger, die Wirtschaft zu stimulieren.

Unternehmensanleihe

Anleihe, die von einem Unternehmen aufgelegt wird.

Up-Market-Capture-Quote

Misst, wie gut sich ein Portfolio im Verhältnis zu einem Index entwickelt, wenn dieser steigt. Eine Up-Market-Capture-Quote von 110 besagt, dass ein Portfolio in Phasen, in denen der Index um 10% stieg, typischerweise ein Plus von 11% verbuchte (was einer Outperformance von 1% entspricht).

Underweight

To hold a lower weighting of an individual security, asset class, sector, or geographical region than a portfolio’s benchmark.

Up-market capture ratio

Damit wird die Gesamtperformance eines Portfolios im Verhältnis zu einem Index gemessen, wenn dieser gestiegen ist. Bei einem Portfolio mit einer Up-Market-Ratio von 110 hat der Manager bei einer Benchmark-Rendite von 10 % typischerweise eine Rendite von 11 % erzielt und damit die Benchmark um 1 % übertroffen.

Use case

A software and system engineering term describing how users use a system to accomplish a particular goal.

V

Value-Falle

Eine Aktie, die wegen einer attraktiven Bewertungskennzahl (wie niedriges KGV) billig erscheint, lockt möglicherweise Investoren an, die darin ein Schnäppchen sehen. Solche Aktien können sich jedoch als „Falle“ erweisen, wenn ihr Kurs nicht steigt oder sogar fällt, etwa weil das Unternehmen oder die Branche in Schwierigkeiten gerät, ein starker Wettbewerb herrscht, kein Gewinnwachstum erzielt wird oder das Management erfolglos agiert.

Variabel verzinste Wertpapiere

Wertpapiere mit Bedingungen, die eine Anpassung des Zinssatzes zu bestimmten Terminen ermöglichen.

Verbraucherpreisindex (VPI)

Misst die Veränderung der Preise eines Korbs von Gütern und Dienstleistungen im Zeitablauf. Der Verbraucherpreisindex dient als Basis zur Berechnung der Inflation. Dabei berücksichtigt die Gesamtinflationsrate auch Güter wie Lebensmittel und Energie, deren Preise besonders schwankungsanfällig (volatil) sind. Die Kerninflationsrate informiert dagegen in der Regel besser über den längerfristigen Inflationstrend, da volatile/kurzlebige Güter wie Lebensmittel und Energie ausgeklammert sind.

Verlustschutz

Die Begrenzung oder Verringerung von Verlusten bei Wertverlust eines zugrunde liegenden Wertpapiers.

Verschuldungsgrad

Gibt an, in welchem Umfang ein Unternehmen von Kreditgebern und nicht von Aktionären finanziert wird.

Volatilität

Die Geschwindigkeit und das Ausmaß, in dem sich der Preis eines Portfolios, Wertpapiers oder Index nach oben oder unten bewegt. Schwankt der Preis mit großen Ausschlägen nach oben und unten, bezeichnet man das als hohe Volatilität. Bewegt sich der Preis langsamer und in geringerem Ausmaß, ist die Volatilität geringer. Je höher die Volatilität, desto höher ist das Risiko einer Anlage.

Vorzugsaktien

Wertpapiere, die einen Eigentumsanteil an einem Unternehmen verbriefen und in der Regel eine feste Dividende zahlen, aber nicht mit Stimmrechten ausgestattet sind.

W

Wachstum zu einem vernünftigen Preis (englisch GARP: Growth at a Reasonable Price)

GARP-Anleger suchen nach unterbewerteten Unternehmen (wertorientierte Anlagestrategie) mit solidem, dauerhaftem Wachstumspotenzial (wachstumsorientierte Anlagestrategie).

acWuhstmsorientierte Anlagestrategie

Wachstumsorientierte Anleger suchen nach Unternehmen, für die sie ein hohes Wachstumspotenzial sehen. Für diese Unternehmen wird ein überdurchschnittliches Gewinnwachstum im Vergleich zum übrigen Markt und demnach ein Anstieg ihrer Aktien erwartet. Siehe auch Wertorientierte Anlagestrategie.

Währungsabsicherung

Transaktion, die darauf abzielt, den Wert einer Position vor unerwünschten Wechselkursbewegungen zu schützen. Dazu werden Derivate verwendet.

Wertorientierte Kapitalanlage

Wertorientierte Anleger (man spricht auch von Value-Anlegern) suchen nach Unternehmen, die aus ihrer Sicht unterbewertet sind und deren Aktienkurs deshalb steigen sollte. Eine der bevorzugten Vorgehensweisen ist der Kauf von Aktien mit niedrigem Kurs-Gewinn-Verhältnis. Siehe auch Wachstumsorientierte Anlagestrategie.

Wertpapier

Aktie, Anleihe oder sonstiges Finanzinstrument.

X

Unter diesem Buchstaben gibt es keine Einträge.

Y

Yield to Worst

Wenn eine Anleihe besondere Merkmale aufweist, wie z. B. die Möglichkeit einer vorzeitigen Kündigung, ist die Yield-to-Worst die niedrigste Rendite, die die Anleihe unter der Voraussetzung erzielen kann, dass der Emittent nicht ausfällt.

Z

Zahlungsausfall

Wenn ein Schuldner (z. B. ein Anleihenemittenten) Zinsen oder den geschuldeten Betrag bei Fälligkeit nicht zahlt.

Zinsmärkte

Märkte für Anlagen in Staatsanleihen und darauf bezogenen Derivaten.

Zykliker

Unternehmen, die zyklische Konsumgüter wie Autos verkaufen, oder Branchen, die sehr empfindlich auf Veränderungen in der Wirtschaft reagieren, wie z. B. Bergbauunternehmen. Aktien- und Anleihenkurse von Zyklikern werden im Vergleich zu nicht-zyklischen Unternehmen in der Regel stark von wirtschaftlichen Schwankungen beeinflusst.

Zyklische Werte

Aktien und Anleihen von Unternehmen, die Nicht-Basiskonsumgüter (beispielsweise Autos) herstellen oder aus Branchen stammen, die besonders empfindlich auf Konjunkturschwankungen reagieren (wie der Bergbau). Die Kurse dieser Titel sind vom Auf und Ab der Gesamtwirtschaft in der Regel stärker betroffen als die Papiere nichtzyklischer Unternehmen.