Chart to Watch: Wenn die Märkte am Ende sind, lohnt es sich, vorbereitet zu sein
Portfoliomanager Luke Newman erläutert, warum Marktunsicherheit die Tür für flexiblere Anlageansätze öffnen kann.
Quelle: World Uncertainty Index (WUI), gewichteter Durchschnitt des BIP vom 1. Januar 2008 bis zum 31. März 2026.Hinweis: Der WUI wird berechnet, indem die Prozentzahl des Wortes „uncertainty” (oder seiner Varianten) in den Länderberichten der Economist Intelligence Unit, die 143 Länder abdecken, gezählt und anschließend mit 1.000.000 multipliziert wird. Ein höherer Wert deutet auf eine höhere Unsicherheit hin und umgekehrt. Ein Wert von 200 beispielsweise entspricht einem Anteil von 0,02 Prozent des Wortes „Uncertainty” (oder seiner Varianten) in den Country Reports der Economist Intelligence Unit, die 143 Länder abdecken.
Im Gegensatz zu früheren Episoden, die durch einzelne Schocks ausgelöst wurden, ist die Unsicherheit heute unklarer. – Luke Newman
Zentrale Erkenntnisse
- Der World Uncertainty Index verdeutlicht die steigende globale Unsicherheit, die häufig mit großer Marktspannung und Volatilität einhergeht.
- Die derzeitige Unsicherheit ist umfassend und dauerhaft und wird durch Handelsveränderungen, politische Veränderungen und technologische Disruptionen verursacht.
- Bei Absolute-Return-Strategien, die auf einer fundamentalen Aktienanalyse aufbauen, kann eine höhere Unsicherheit die Streuung ausweiten und so die Chancen zur Aktienauswahl sowohl in Long- als auch in Short-Positionen verbessern.
Der World Uncertainty Index verfolgt die Häufigkeit des Begriffs „Unsicherheit“ in den von der Economist Intelligence Unit zusammengestellten Länderberichten und bietet einen Einblick, wie politische Entscheidungsträger und Ökonomen weltweit die vorherrschenden Aussichten wahrnehmen.
Erhöhte Werte fielen in der Vergangenheit mit großen Stressereignissen zusammen, von Finanzkrisen bis hin zu geopolitischen Schocks. Die Verfolgung dieser Veränderungen kann Anlegern dabei helfen, ihre Risikopositionen zu steuern.
Was das aktuelle Umfeld bemerkenswert macht, ist nicht nur das Ausmaß der Unsicherheit, sondern auch deren Quelle. Im Gegensatz zu früheren Episoden, die durch einzelne Schocks ausgelöst wurden, ist die Unsicherheit heute unklarer. Die Handelsbeziehungen verändern sich, Lieferketten werden umgestaltet, und die Industriepolitik wird stärker interventionistisch und konfrontativ, während die technologische Disruption sowohl Chancen als auch Verwerfungen mit sich bringt.
Für Long-Only-Anleger können diese Marktbedingungen ein Hindernis darstellen, da sie das Risiko einer höheren Aktienkursvolatilität und einer schwächeren Überzeugung mit sich bringen. Für Absolute-Return-Anleger, die Long/Short-Strategien einsetzen, kann diese Streuung eine Quelle von Chancen sein.
Unternehmen mit starken Bilanzen, Preissetzungsmacht oder strukturellen Wachstumstreibern könnten sich weiterhin gut entwickeln, während anfälligere Unternehmen erhöhte Abwärtsrisiken aufweisen können. Für Long/Short-Anleger schafft dies ein breiteres Spektrum an Gelegenheiten auf beiden Seiten. Die Einschätzung des Grads der Marktunsicherheit kann auch dazu beitragen, das Risikomanagement zu bestimmen und als Frühwarnsignal dienen, das Anleger dazu ermutigt, Engagements neu zu bewerten und die Positionsgröße neu auszurichten und sicherzustellen, dass die Portfolios ausreichend flexibel bleiben.
Absolute-Return-Investitionen: Eine Art von Anlagestrategie, die darauf abzielt, im Laufe der Zeit eine positive Rendite zu erzielen, unabhängig von den Marktbedingungen oder der Richtung der Finanzmärkte, in der Regel mit einem geringen Maß an Volatilität.
Bilanz: Ein Finanzbericht, der die Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und das Eigenkapital eines Unternehmens zu einem bestimmten Zeitpunkt zusammenfasst. Die einzelnen Teile vermitteln den Anlegern ein Bild, was das Unternehmen besitzt und schuldet, sowie der von den Aktionären investierten Beträge. Die Bezeichnung Bilanz ergibt sich aus der Buchhaltungsgleichung: Aktiva = Passiva + Eigenkapital.
Verlustrisiko: Eine Schätzung des möglichen Verlustes, den ein Wertpapier oder ein Portfolio erleiden kann, wenn sich der Markt in die falsche Richtung bewegt.
Long-Position: Ein Wertpapier, das mit der Absicht gekauft wird, es über einen langen Zeitraum zu halten, in der Erwartung, dass es an Wert gewinnt.
Long/Short-Strategien: Ein Portfolio, das sowohl in Long- als auch in Short-Positionen investieren kann. Die Absicht besteht darin, von der Kombination aus Long-Positionen in Vermögenswerten, bei denen ein Wertanstieg erwartet wird, und Short-Positionen in Vermögenswerten, bei denen ein Wertverlust erwartet wird, zu profitieren. Diese Art von Anlagestrategie hat das Potenzial, unabhängig von den Entwicklungen am Gesamtmarkt Renditen zu erzielen, wobei diese jedoch nicht garantiert sind.
Preismacht: Ein Unternehmen verfügt über Preissetzungsmacht, wenn es seine Preise ungeachtet der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erhöhen kann, ohne gegenüber der Konkurrenz in Verzug zu geraten, sei es aufgrund der Einzigartigkeit seines Produkts oder einer spezifischen Marktnachfrage.
Leerverkauf: Fondsmanager verwenden diese Technik, um ihrer Meinung nach überbewertete Vermögenswerte zu leihen und dann zu verkaufen, um sie bei einem Preisrückgang zu einem niedrigeren Preis zurückzukaufen. Die Position profitiert, wenn das Wertpapier an Wert verliert.
Volatilität: Die Rate und das Ausmaß, mit denen der Kurs eines Portfolios, Wertpapiers oder Indexes nach oben und unten schwankt. Bei starken Schwankungen in beide Richtungen spricht man von hoher Volatilität. Sind die Schwankungen langsamer und weniger stark ausgeprägt, spricht man von geringerer Volatilität. Je höher die Volatilität, desto höher das Risiko der Anlage.
World Uncertainty Index (WRI): Ein Maß, das die Unsicherheit auf der ganzen Welt verfolgt. Der WRI wird berechnet, indem der Prozentsatz des Wortes „unsicherheit“ (oder seine Variante) in den Länderberichten der Economist Intelligence Unit in 143 Ländern gezählt wird. Der WRI wird dann durch Multiplikation mit 1.000.000 neu skaliert. Eine höhere Zahl bedeutet höhere Unsicherheit und umgekehrt.
Die vorstehenden Einschätzungen sind die des Autors zum Zeitpunkt der Veröffentlichung und können von den Ansichten anderer Personen/Teams bei Janus Henderson Investors abweichen. Die Bezugnahme auf einzelne Wertpapiere stellt keine Empfehlung zum Kauf, Verkauf oder Halten eines Wertpapiers, einer Anlagestrategie oder eines Marktsektors dar und sollten nicht als gewinnbringend angesehen werden. Janus Henderson Investors, die mit ihr verbundenen Berater oder ihre Mitarbeiter haben möglicherweise eine Position in den genannten Wertpapieren.
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