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Ziele

Die «Politisierung» der Zentralbanken ist mehr als nur ein unbeholfenes Wort zum Aussprechen. Sie ist ein Ausdruck des wachsenden politischen Drucks auf die Zentralbanken vor dem Hintergrund eines sich wandelnden makroökonomischen und politischen Umfelds. Bei einem kürzlichen Abendessen mit Anlageexperten haben wir uns darüber ausgetauscht, welche Veränderungen eingetreten sind und wie sich diese auf die Anleihenmärkte auswirken könnten.
Unabhängigkeit unter Druck
Notenbankchefs arbeiten unter schwierigen Bedingungen. Die operationelle Unabhängigkeit bedeutet, dass von ihnen erwartet wird, sich politischen Forderungen zu widersetzen und Disziplin zu bewahren – selbst auf Kosten der Beliebtheit. Die Vorstellung, dass die politischen Entscheidungsträger in Zeiten wirtschaftlicher Überschwänglichkeit die „Schale mit dem Punsch wegnehmen sollten“, spiegelt die unbequeme, aber notwendige Rolle wider, die sie spielen. In den letzten Jahren hat eine Reihe von Wirtschaftskrisen dazu geführt, dass die politische Beobachtung zunahm und sich die Erwartungen ausgeweitet haben.
Es sei daran erinnert, dass die Unabhängigkeit der Zentralbanken nicht immer bestanden hat. Bis 1997 legte der Schatzkanzler im Vereinigten Königreich den Hauptleitzins fest, wobei die Bank of England eine beratende Funktion hatte. Selbst in den USA (die als Bastion der Unabhängigkeit angesehen werden) gab es Mängel: Tonbandaufnahmen aus den frühen 1970er Jahren zwischen dem Vorsitzenden der Federal Reserve (Fed), Arthur Burns, und Präsident Nixon enthüllten den Druck, den Nixon auf die Fed ausübte, um die Wirtschaft zu unterstützen und letztlich seine Präsidentschaft zu fördern.
Anstatt politische Entscheidungen offen zu lenken, beeinflussen die Regierungen die Ergebnisse zunehmend durch Ernennungen und subtile Änderungen der Mandate. Die Ernennung von Personen, die als „anpassungsfähiger“ wahrgenommen werden, stellt einen relativ unkomplizierten Weg der Einflussnahme dar, wenn auch einen, der die institutionelle Glaubwürdigkeit zu untergraben droht.
Soft Power
Die Mandate der Zentralbanken sind das Kernstück ihrer Unabhängigkeit, stellen aber auch einen Kanal für politische Interventionen dar. Regierungen können Zentralbanken entweder einschränken, indem sie ihre Macht begrenzen, oder abhängig machen, indem sie ihre Zuständigkeiten erweitern. Das Hinzufügen von Zielen wie die Förderung von Beschäftigung, die Finanzierung von Programmen oder die Bekämpfung von Ungleichheiten mag konstruktiv erscheinen, kann aber institutionelle Grenzen verwischen und die Zentralbanken politischen Erwartungen aussetzen.
Es gibt auch eine strukturelle Tendenz zu einer lockeren Geldpolitik. Politische Zyklen begünstigen natürlich freundliche Rahmenbedingungen – Politiker würden niedrige Zinssätze bevorzugen, um die Wirtschaft im Vorfeld von Wahlen anzukurbeln, und würden sich auch in Zeiten wirtschaftlicher Schwierigkeiten niedrige Zinssätze wünschen. Wenn sich die Zentralbanken an solche Präferenzen anzupassen scheinen, könnten die Märkte eine implizite Risikoprämie einpreisen, was Zweifel an ihrer Unabhängigkeit widerspiegelt.
Ein Wandel nach der Krise
Es ist mittlerweile fast schon ein Klischee, die globale Finanzkrise für die anhaltenden Übels zu beschuldigen, aber Tatsache ist, dass sie einen Wendepunkt in der Zentralbankpolitik darstellte.
Das Ausmaß und die Dringlichkeit der Reaktion, insbesondere durch quantitative easing (QE) und Liquiditätsbereitstellung, erweiterten die wahrgenommenen Fähigkeiten der Geldpolitik. Was als Notmaßnahmen begann, wurden im Laufe der Zeit zu Standardinstrumenten. Die Bilanzsummen der Notenbanken sind stark gestiegen.
Zentralbankbilanzen (in Mrd. US-Dollar)

Quelle: Bloomberg, Bilanzsummen, Milliarden US-Dollar, wöchentliche Daten, gestapeltes Flächendiagramm, US Federal Reserve, Europäische Zentralbank, Bank of Japan, Bank of England, Bank of Canada, Januar 2007 bis Juni 2026.
Darüber hinaus veränderte die Verlagerung die Denkweise innerhalb der Regierungen. Wenn die Zentralbanken die Finanzsysteme stabilisieren, das Wachstum unterstützen und eine Deflation verhindern können, warum sollten sie diese Instrumente dann nicht breiter einsetzen? In einigen Fällen förderte dies ein übermäßiges Vertrauen in die leichte Handhabung der Inflation und den Glauben, dass die Geldpolitik stärker mit politischen Prioritäten in Einklang gebracht werden könnte. Ein Beispiel ist die zunehmende Befürwortung der Modern Monetary Theory (MMT) in der Zeit der COVID-Pandemie, wobei die Unterstützung für die MMT nach der jüngsten Inflationsphase wieder abgenommen hat.
Die Geldpolitik begann, die Fiskalpolitik zu ersetzen. Häufig wurde erwartet, dass die Zentralbanken Impulse geben würden, während die Regierungen die politisch umstritteneren fiskalischen Maßnahmen vermieden (mehr staatliche Ausgaben bedeuteten mehr Schulden oder mehr Steuern). Dieses Ungleichgewicht bestärkte die Wahrnehmung, dass die Zentralbanken einen unverhältnismäßig großen Anteil an der wirtschaftlichen Stabilisierung übernehmen könnten, was sie noch stärker in die politischen Entscheidungen verwickelte.
Ausgleich am Markt
Trotz dieses Drucks haben die Finanzmärkte immer noch eine gewisse Disziplinierungskraft. Episoden scharfer Umschichtungen, die durch Besorgnis über die Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen oder Fehltritte in der Politik ausgelöst wurden, können schnell eine Neuausrichtung erzwingen. Die «Minibudget-Krise» unter der ehemaligen britischen Premierministerin Liz Truss oder der Widerstand gegen Zölle zeigen, wie Märkte versuchen können, eine Politik rückgängig zu machen oder zu verwässern, die sie als inkonsequent ansehen oder missbilligen.
In diesem Sinne fungieren die Märkte als «Selbstkorrekturmechanismus», wenn auch als unvollkommener. Sie können die Grenzen der politischen Experimente aufzeigen, obwohl eine Abhängigkeit von der Marktdisziplin naturgemäß reaktiv ist und Volatilität verursachen kann.
Die Refinanzierungskosten von Staaten hängen nicht nur von den Inflations- und Wachstumsaussichten ab, sondern auch von der Wahrnehmung der institutionellen Integrität. Das Ausmaß der Unabhängigkeit von Zentralbanken ist zwar schwer zu quantifizieren, fließt aber in die allgemeine Risikobewertung von Anlegern mit ein.
Ist das Inflationsziel zu eng?
Während Inflationsziele ein zentraler Anker bleiben, wurden sie oft zu eng gefasst und konzentrierten sich auf die Verbraucherpreise, während breitere Finanzkennzahlen wie die Vermögensinflation und die Kreditbedingungen außer Acht gelassen wurden. Ein Großteil der ökonomischen Kommentare zur Inflation konzentriert sich beispielsweise auf die Energiekosten, doch wir sehen auch Druck durch Investitionsausgaben, wo die Nachfrage unelastisch und weniger preissensibel ist.
Die Geldpolitik allein ist ein stumpfes Instrument. In Krisen können die Zentralbanken schnell handeln, daher ist es sinnvoll, sie in einer ersten Phase der Reaktion einzusetzen (sei es durch Senkung oder Anhebung der Zinsen oder Injektion von Liquidität), aber es ist besser, wenn dann eine fiskalische Reaktion übernimmt (Ausgaben der Regierung oder Sparmaßnahmen). Wenn die Konjunkturmaßnahmen eher fiskalisch als monetär sind, verbessert dies wohl die Renditekurve und verringert die Vermögensungleichheit. Die Inflationssteuerung muss daher durch einen Mix von Politikinstrumenten unterstützt werden.
Koordination in einer zersplitterten Weltordnung
Die Zentralbanken agierten geschlossen in einer Zeit, in der globale Politikkoordinierung, US-Führung und multilaterale Institutionen ein relativ stabiles wirtschaftliches Umfeld ermöglichten. Obwohl der Internationale Währungsfonds und die Weltbank nach wie vor wichtig sind, wird ihre Autorität nun durch eine fragmentiertere geopolitische Landschaft infrage gestellt. Die Staaten betrachten Sanktionen, Reservemanagement und Zahlungssysteme zunehmend durch eine wettbewerbsorientierte Brille.
Das ändert die Regeln für die Koordinierung unter den Zentralbanken. Es hat zudem das Vertrauen in Institutionen untergraben, in Kontrahenten, in das Dollar-System und in den Zugang zu den globalen Finanzkanälen. Das ist besonders für die Reserveverwaltung relevant, wo es keinen einfachen Ersatz für die Tiefe und Liquidität US-amerikanischer Treasuries gibt.
Ein verändertes ProfilDie Politisierung der Zentralbanken zeigt sich in dem sich wandelnden Profil der Zentralbankführung. Es gibt im Wesentlichen drei Typen:
Jüngere Zentralbankernennungen spiegeln oft umfassendere Überlegungen wider, darunter Kommunikationsfähigkeiten und die Überschneidung mit politischen Prioritäten. |
Schuldenstände als Beschränkung
Der Hintergrund dieser Entwicklungen ist eine Weltwirtschaft, die von hohen Schuldenständen geprägt ist und eingeschränkter fiskalischer Flexibilität. In einem solchen Umfeld haben geldpolitische Entscheidungen erhebliche Verteilungskonsequenzen, die sich auf Vermögenspreise, Einkommensungleichheit und Finanzstabilität auswirken. Zentralbanken agieren daher in einem Kontext, in dem ihre Handlungen von Natur aus politisch sind.
Besorgniserregender ist jedoch, dass die Möglichkeiten, auf künftige Krisen zu reagieren, begrenzter sind als in der Vergangenheit. Wenn ein Abschwung bei hoher Verschuldung einsetzt, verringert dies den fiskalischen Spielraum und erhöht die Abhängigkeit von der Geldpolitik. So wird der Kreislauf der Abhängigkeit und Politisierung verstärkt.
Auflösung dieser Spannung
Es ist schwer vorstellbar, dass der Konflikt zwischen Unabhängigkeit und politischem Einfluss gelöst werden kann. Vorläufig müssen wir wohl hinnehmen, dass ein Element Risikoprämie in den Spreads für Staatsanleihen eingebaut ist. Die Kapitalkosten im Allgemeinen sind daher höher. Kevin Warsh, der neue Fed-Vorsitzende, bleibt eine Art Rätsel. Wir erwarten, dass er den Einfluss des Fed-Vorstands und der allgemeinen Kommunikation dämpfen wird, was wiederum eine größere Betonung der Wirtschaftsdaten nach sich zieht. In einem solchen Umfeld wird die Duration zu einer noch wichtigeren Überlegung. Eine mögliche Absicherung gegen die Zinsunsicherheit besteht darin, kurzfristige Ertragsanlagen oder verbriefte Bereiche wie Collateralised Loan Obligations (CLOs) in Betracht zu ziehen, die über eine flexiblere Zinsstruktur verfügen.
Aus Kreditperspektive müssen wir uns der Verschuldungsgrade bewusst sein aber ebenso bewusst, dass Unternehmen ein gewisses finanzielles Risiko eingehen müssen, denn wenn sie das nicht tun, haben sie ein geschäftliches Risiko. Chief Investment Officers können durch die richtige Entscheidung zum falschen Zeitpunkt geschädigt werden, z.B. wenn sie zu früh zu konservativ sind und anderen Unternehmen erlauben, Marktanteile zu gewinnen. Momentan gibt es am Markt viel Dynamik im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI), aber wir sind der Meinung, dass Anleger selektiv vorgehen sollten, und über die hyperscalers hinaus nach Bereichen Ausschau halten sollten, die potenziell ein besseres risikoangepasstes Wertpotenzial bieten oder die dazu beitragen, Engpässe beim Aufbau von KI-Infrastruktur zu beheben.
Unabhängig vom Grad der Unabhängigkeit der Zentralbank wird es letztendlich eine Zeit geben, in der die Zentralbank die sprichwörtliche Punschschale wegnehmen muss und Anleger dabei auf der richtigen Seite stehen wollen.
Festverzinsliche Wertpapiere unterliegen dem Zins-, Inflations-, Kredit- und Ausfallrisiko. Der Anleihenmarkt ist volatil. Wenn die Zinsen steigen, fallen die Anleihepreise normalerweise und umgekehrt. Die Rückzahlung des Kapitals ist nicht garantiert und die Preise können fallen, wenn ein Emittent seine Zahlungen nicht pünktlich leistet und sich seine Bonität verschlechtert.
Verbriefte Produkte wie hypotheken- und forderungsbesicherte Wertpapiere reagieren empfindlicher auf Zinsänderungen, unterliegen dem Verlängerungs- und Vorauszahlungsrisiko und einem höheren Kredit-, Bewertungs- und Liquiditätsrisiko als andere Anleihen.
Bilanz: In der Regel ein Begriff aus dem Rechnungswesen, der sich auf die Vermögenswerte im Verhältnis zu den Verbindlichkeiten eines Unternehmens bezieht, sei es ein Haushalt oder ein Unternehmen.
**Investitionen**: Geld, das ein Unternehmen für wichtige, langfristige Vermögenswerte wie Immobilien und Anlagen (Sachanlagen) oder Technologie, Software, Marken, Patente usw. (immaterielle Vermögenswerte) ausgibt, um neue Projekte oder Investitionen zu ermöglichen, die das Unternehmenswachstum unterstützen und Expansion.
Sicherheiten: Bei einer Verbriefung beziehen sich Sicherheiten auf den Pool von Finanzanlagen, die gebündelt sind, um die Basis eines Wertpapiers zu bilden.
Collateralised Loan Obligation (CLOs): Schuldtitel, die in verschiedenen Tranchen mit unterschiedlichem Risiko ausgegeben und durch ein zugrunde liegendes Portfolio besichert werden, das hauptsächlich aus Unternehmensanleihen unterhalb des Investment Grade besteht. Die Rückzahlung des Kapitals ist nicht garantiert, und die Kurse können sinken, wenn Zahlungen nicht rechtzeitig erfolgen oder die Kreditwürdigkeit nachlässt. CLOs unterliegen dem Liquiditätsrisiko, dem Zinsrisiko, dem Kreditrisiko, dem Kündigungsrisiko und dem Ausfallrisiko der zugrunde liegenden Vermögenswerte.
Unternehmensanleihe: Eine von einem Unternehmen ausgegebene Anleihe. Anleihen bieten Anlegern eine Rendite in Form von regelmäßigen Zahlungen und der eventuellen Rückzahlung des ursprünglich bei der Emission investierten Geldes am Fälligkeitstag.
Kreditspread: Der Renditeabstand zwischen Wertpapieren mit gleicher Laufzeit, aber unterschiedlicher Kreditqualität. Eine Ausweitung der Spreads deutet im Allgemeinen auf eine Verschlechterung der Kreditwürdigkeit von Unternehmen hin, eine Verengung auf eine Verbesserung.
Zahlungsausfall: Das Versäumnis eines Schuldners (z. B. eines Anleiheemittenten), eine fällige Zinszahlung zu leisten oder eine Schuld bei Fälligkeit zu tilgen.
Deflation: Ein Rückgang der Preise für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft, was in der Regel darauf hindeutet, dass die Wirtschaft schwächer wird. Sie unterscheidet sich von der „Disinflation“, die einen Rückgang der Inflation impliziert. Deflation ist das Gegenteil von Inflation.
**Duration**: Die Duration misst die Sensitivität des Kurses einer Anleihe oder eines festverzinslichen Portfolios gegenüber Zinsänderungen. Je länger die Duration einer Anleihe ist, desto höher ist ihre Sensitivität gegenüber Zinsänderungen und umgekehrt.
Federal Reserve (Fed): Die US-amerikanische Notenbank, die die Geldpolitik der USA bestimmt.
Fiskalpolitik: Beschreibt die Regierungspolitik in Bezug auf die Festlegung von Steuersätzen und Ausgabenniveaus. Haushaltsdisziplin bedeutet, dass die Regierungen keine übermäßigen Kredite aufnehmen, d. h. dass sie die Kreditaufnahme (proportional zur Wirtschaftsleistung) niedrig halten, sodass die Gesamtschuldenlast nicht übermäßig ansteigt.
Absicherung: Eine trading-Strategie, bei der eine Gegenposition zu einer anderen Anlage eingegangen wird, die an Wert verliert, während die primäre Anlage an Wert gewinnt, und umgekehrt. Diese Positionen werden verwendet, um verschiedene Risikofaktoren zu reduzieren oder zu steuern und die Wahrscheinlichkeit eines Gesamtverlusts in einem Portfolio zu begrenzen.
**Hyperscaler**: Technologieanbieter, die IT-Architekturen bereitstellen, die sich dynamisch skalieren, um den exponentiellen Anstieg der Arbeitslast und der Daten zu bewältigen. Abgesehen von den Kapazitäten bieten sie Cloud-Dienste auf Unternehmensebene, flexible Hardwareressourcen und robuste Softwareumgebungen, die ein breites Spektrum an KI-Anwendungen unterstützen.
Inflation: Die Rate, mit der die Preise für Waren und Dienstleistungen in der Wirtschaft steigen.
Emission: Der Akt der Bereitstellung von Anleihen für Anleger durch das kreditnehmende (emittierende) Unternehmen, in der Regel durch einen Verkauf von Anleihen an die Öffentlichkeit oder Finanzinstitute.
Fälligkeit: Das Fälligkeitsdatum einer Anleihe ist das Datum, an dem die Kapitalinvestition (und etwaige endgültige Kupons) an die Anleger ausgezahlt werden. Anleihen mit kürzerer Laufzeit haben in der Regel eine Laufzeit von 5 Jahren, Anleihen mit mittlerer Laufzeit innerhalb von 5 bis 10 Jahren und Anleihen mit längerer Laufzeit nach mehr als 10 Jahren.
**Mini-Haushalt-Krise**: Die britische Regierung stellte 2022 einen umfassenden Wirtschaftsplan vor, der als „Mini-Haushalt“ bezeichnet wurde und Steuerkürzungen in Milliardenhöhe enthielt, die nicht finanziert waren. Dies erschütterte die Finanzmärkte und führte letztendlich zu einer Reihe peinlicher Kehrtwenden und einem Vertrauensverlust in die neue Premierministerin Liz Truss und dem Zusammenbruch ihrer Regierung.
Moderne Geldtheorie (MMT): Ein makroökonomisches Konzept, das davon ausgeht, dass Staaten, die ihre eigene Währung ausgeben, finanziell nicht in gleicher Weise eingeschränkt sind wie Haushalte. Demnach können Regierungen nie mit ihren Schulden in Verzug geraten, weil sie jederzeit Geld drucken können, um sie zu tilgen. Die Rolle der Zentralbank besteht darin, die fiskalischen Bedürfnisse der Regierung zu erfüllen.
Geldpolitik: Die Politik einer Zentralbank, die darauf abzielt, die Inflation und das Wachstum in einer Volkswirtschaft zu beeinflussen. Zu den geldpolitischen Instrumenten gehören die Festsetzung von Zinssätzen und die Steuerung der Geldmenge.
quantitative easing (QE): Unkonventionelle Geldpolitik, die von Zentralbanken angewandt wird, um die Wirtschaft zu stimulieren. Insbesondere wird die Geldmenge im Bankensystem erhöht.
Verbriefung: Der Prozess, bei dem bestimmte Arten von Vermögenswerten gepoolt werden, um sie in verzinsliche Wertpapiere zu bündeln. Die Zins- und Tilgungszahlungen aus den Vermögenswerten werden an die Käufer der Wertpapiere weitergegeben.
Staatsanleihe/Staatsobligation: Anleihen, die von Staaten begeben werden, um Schulden zu tilgen oder Ausgaben zu finanzieren. Sie werden typischerweise durch die Fähigkeit eines Landes gestützt, von seinen Bürgern Steuern zu erheben und/oder Geld zu drucken.
Volatilität: Die Volatilität misst das Risiko anhand der Streuung der Renditen für eine bestimmte Anlage. Die Geschwindigkeit und das Ausmaß, mit dem der Preis eines Portfolios, Wertpapiers oder Index steigt und fällt.
Rendite: Die Höhe der Erträge eines Wertpapiers über einen bestimmten Zeitraum, in der Regel ausgedrückt als Prozentsatz.
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- Ein Emittent einer Anleihe (oder eines Geldmarktinstruments) kann möglicherweise nicht mehr in der Lage oder nicht mehr bereit sein, Zinsen zu zahlen oder Kapital an den Fonds zurückzuzahlen. Wenn dies geschieht oder der Markt dies für möglich hält, sinkt der Wert der Anleihe.
- Wenn die Zinssätze steigen (oder sinken), hat dies unterschiedliche Auswirkungen auf die Kurse verschiedener Wertpapiere. Insbesondere fallen die Anleihekurse im Allgemeinen, wenn die Zinsen steigen. Dieses Risiko ist allgemein umso höher, je länger die Laufzeit einer Anleiheinvestition ist.
- Der Fonds investiert in hochrentierliche Anleihen (ohne Investment-Grade-Rating), die zwar in der Regel höhere Zinssätze bieten als Investment-Grade-Anleihen, aber spekulativer und anfälliger für ungünstige Veränderungen der Marktbedingungen sind.
- Einige Anleihen (kündbare Anleihen) geben ihren Emittenten das Recht, Kapital vor dem Fälligkeitstermin zurückzuzahlen oder die Laufzeit zu verlängern. Emittenten können diese Rechte ausüben, wenn dies für sie vorteilhaft ist. Dies kann sich auf den Wert des Fonds auswirken.
- Wenn ein Fonds ein hohes Engagement in einem bestimmten Land oder in einer bestimmten Region hat, trägt er ein höheres Risiko als ein Fonds, der breiter diversifiziert ist.
- Der Fonds kann Derivate einsetzen, um sein Anlageziel zu erreichen. Dies kann zu einer „Hebelwirkung“ führen, die ein Anlageergebnis vergrößern kann, und die Gewinne oder Verluste des Fonds können höher sein als die Kosten des Derivats. Derivate bringen jedoch andere Risiken mit sich, insbesondere das Risiko, dass ein Kontrahent von Derivaten seinen vertraglichen Verpflichtungen möglicherweise nicht nachkommt.
- Wenn der Fonds oder eine währungsabgesicherte Anteilsklasse versucht, die Wechselkursschwankungen einer Währung gegenüber der Basiswährung des Fonds abzumildern, kann die Absicherungsstrategie selbst aufgrund von Unterschieden der kurzfristigen Zinssätze zwischen den Währungen einen positiven oder negativen Einfluss auf den Wert des Fonds haben.
- Wertpapiere innerhalb des Fonds können möglicherweise schwer zu bewerten oder zu einem gewünschten Zeitpunkt und Preis zu verkaufen sein, insbesondere unter extremen Marktbedingungen, wenn die Preise von Vermögenswerten möglicherweise sinken, was das Risiko von Anlageverlusten erhöht.
- Dem Fonds können durch die Anlage in weniger aktiv gehandelten oder weniger entwickelten Märkten höhere Transaktionskosten entstehen als einem Fonds, der in aktivere/höher entwickelte Märkte investiert.
- Die laufenden Kosten können teilweise oder vollständig aus dem Kapital entnommen werden. Dadurch kann das Kapital aufgezehrt oder das Potenzial für Kapitalwachstum verringert werden.
- Der Fonds könnte Geld verlieren, wenn eine Gegenpartei, mit der er Handel treibt, ihren Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Fonds nicht nachkommen kann oder will, oder als Folge eines Unvermögens oder einer Verzögerung in den betrieblichen Abläufen oder des Unvermögens eines Dritten.
- Zusätzlich zu Erträgen kann diese Anteilsklasse realisierte und nicht realisierte Kapitalgewinne sowie das ursprünglich investierte Kapital ausschütten. Außerdem werden Gebühren, Kosten und Aufwendungen aus dem Kapital beglichen. Beide Faktoren können zu einer Aufzehrung des Kapitals führen und das Potenzial für Kapitalzuwachs einschränken. Anleger sollten auch beachten, dass Ausschüttungen dieser Art in Abhängigkeit des lokalen Steuerrechts möglicherweise als Einkommen behandelt (und besteuert) werden.
Besondere Risiken
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Besondere Risiken
- Ein Emittent einer Anleihe (oder eines Geldmarktinstruments) kann möglicherweise nicht mehr in der Lage oder nicht mehr bereit sein, Zinsen zu zahlen oder Kapital an den Fonds zurückzuzahlen. Wenn dies geschieht oder der Markt dies für möglich hält, sinkt der Wert der Anleihe.
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- Der Fonds kann Derivate einsetzen, um sein Anlageziel zu erreichen. Dies kann zu einer „Hebelwirkung“ führen, die ein Anlageergebnis vergrößern kann, und die Gewinne oder Verluste des Fonds können höher sein als die Kosten des Derivats. Derivate bringen jedoch andere Risiken mit sich, insbesondere das Risiko, dass ein Kontrahent von Derivaten seinen vertraglichen Verpflichtungen möglicherweise nicht nachkommt.
- Wenn der Fonds Vermögenswerte in anderen Währungen als der Basiswährung des Fonds hält oder Sie in eine Anteilsklasse investieren, die auf eine andere Währung als die Fondswährung lautet (außer es handelt sich um eine abgesicherte Klasse), kann der Wert Ihrer Anlage durch Wechselkursänderungen beeinflusst werden.
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- Der Wert von CoCo-Bonds (Contingent Convertible Bonds) kann drastisch fallen, wenn die Finanzkraft eines Emittenten nachlässt und ein vorher festgelegtes Auslöseereignis zur Umwandlung der Anleihen in Aktien des Emittenten bzw. der teilweisen oder vollständigen Herabschreibung der Anleihen führt.
- Der Fonds könnte Geld verlieren, wenn eine Gegenpartei, mit der er Handel treibt, ihren Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Fonds nicht nachkommen kann oder will, oder als Folge eines Unvermögens oder einer Verzögerung in den betrieblichen Abläufen oder des Unvermögens eines Dritten.
Besondere Risiken
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- Wenn die Zinssätze steigen (oder sinken), hat dies unterschiedliche Auswirkungen auf die Kurse verschiedener Wertpapiere. Insbesondere fallen die Anleihekurse im Allgemeinen, wenn die Zinsen steigen. Dieses Risiko ist allgemein umso höher, je länger die Laufzeit einer Anleiheinvestition ist.
- Der Fonds investiert in hochrentierliche Anleihen (ohne Investment-Grade-Rating), die zwar in der Regel höhere Zinssätze bieten als Investment-Grade-Anleihen, aber spekulativer und anfälliger für ungünstige Veränderungen der Marktbedingungen sind.
- Einige Anleihen (kündbare Anleihen) geben ihren Emittenten das Recht, Kapital vor dem Fälligkeitstermin zurückzuzahlen oder die Laufzeit zu verlängern. Emittenten können diese Rechte ausüben, wenn dies für sie vorteilhaft ist. Dies kann sich auf den Wert des Fonds auswirken.
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- Der Fonds kann Derivate einsetzen, um sein Anlageziel zu erreichen. Dies kann zu einer „Hebelwirkung“ führen, die ein Anlageergebnis vergrößern kann, und die Gewinne oder Verluste des Fonds können höher sein als die Kosten des Derivats. Derivate bringen jedoch andere Risiken mit sich, insbesondere das Risiko, dass ein Kontrahent von Derivaten seinen vertraglichen Verpflichtungen möglicherweise nicht nachkommt.
- Wenn der Fonds oder eine währungsabgesicherte Anteilsklasse versucht, die Wechselkursschwankungen einer Währung gegenüber der Basiswährung des Fonds abzumildern, kann die Absicherungsstrategie selbst aufgrund von Unterschieden der kurzfristigen Zinssätze zwischen den Währungen einen positiven oder negativen Einfluss auf den Wert des Fonds haben.
- Wertpapiere innerhalb des Fonds können möglicherweise schwer zu bewerten oder zu einem gewünschten Zeitpunkt und Preis zu verkaufen sein, insbesondere unter extremen Marktbedingungen, wenn die Preise von Vermögenswerten möglicherweise sinken, was das Risiko von Anlageverlusten erhöht.
- Dem Fonds können durch die Anlage in weniger aktiv gehandelten oder weniger entwickelten Märkten höhere Transaktionskosten entstehen als einem Fonds, der in aktivere/höher entwickelte Märkte investiert.
- Die laufenden Kosten können teilweise oder vollständig aus dem Kapital entnommen werden. Dadurch kann das Kapital aufgezehrt oder das Potenzial für Kapitalwachstum verringert werden.
- Der Wert von CoCo-Bonds (Contingent Convertible Bonds) kann drastisch fallen, wenn die Finanzkraft eines Emittenten nachlässt und ein vorher festgelegtes Auslöseereignis zur Umwandlung der Anleihen in Aktien des Emittenten bzw. der teilweisen oder vollständigen Herabschreibung der Anleihen führt.
- Der Fonds könnte Geld verlieren, wenn eine Gegenpartei, mit der er Handel treibt, ihren Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Fonds nicht nachkommen kann oder will, oder als Folge eines Unvermögens oder einer Verzögerung in den betrieblichen Abläufen oder des Unvermögens eines Dritten.
- Zusätzlich zu Erträgen kann diese Anteilsklasse realisierte und nicht realisierte Kapitalgewinne sowie das ursprünglich investierte Kapital ausschütten. Außerdem werden Gebühren, Kosten und Aufwendungen aus dem Kapital beglichen. Beide Faktoren können zu einer Aufzehrung des Kapitals führen und das Potenzial für Kapitalzuwachs einschränken. Anleger sollten auch beachten, dass Ausschüttungen dieser Art in Abhängigkeit des lokalen Steuerrechts möglicherweise als Einkommen behandelt (und besteuert) werden.