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Fundamentaldaten im Gesundheitssektor trotz Ausverkauf solide

Andy Acker, CFA

Andy Acker, CFA

Portfoliomanager


4. Nov 2021

Gesundheitsaktien verzeichneten im dritten Quartal kräftige Kursschwankungen, genau wie der Aktienmarkt auf breiter Front. Attraktive Bewertungen, anhaltende Innovationen und regere M&A-Aktivitäten (Fusionen und Übernahmen) könnten dem Sektor jedoch nach oben verhelfen, meint Portfoliomanager Andy Acker.


Zentrale Erkenntnisse:

  • Genau wie der Aktienmarkt auf breiter Front, verzeichneten Gesundheitsaktien im dritten Quartal Kursschwankungen, allerdings aus sektorspezifischen Gründen.
  • Vor allem bei Biotech-Nebenwerten setzte sich der seit Februar beobachtete starke Kursrückgang bis Mitte August fort.
  • Günstige Bewertungen und anhaltende Innovationstätigkeit haben jedoch das Übernahmekarussell in Schwung gebracht. Das könnte den Sektor unterstützen. Andere Belastungen sind darüber hinaus möglicherweise nur temporär.
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Andy Acker: Im 3. Quartal verzeichneten die Märkte weiterhin eine erhebliche Volatilität. Davon blieb auch der Gesundheitssektor nicht verschont, allerdings aus anderen Gründen als der restliche Markt. Insbesondere im Biotechnologiesektor, allen voran bei Small und Mid Caps, setzte sich der seit Februar beobachtete Ausverkauf bis Mitte August fort.

Unseres Erachtens gab es drei Hauptgründe für die massiven Verkäufe. Erstens herrscht nach wie vor Unsicherheit über die Arzneimittelpreisfestsetzung. Hinzu kommen Sorgen über die potenziellen Auswirkungen auf die Arzneimittelpreise in den USA. Wir halten diese Sorgen für stark übertrieben. Vor allem einer der umstrittensten Vorschläge im Repräsentantenhaus dürfte den Senat kaum passieren. Dazu müssten die Demokraten angesichts ihrer hauchdünnen Mehrheit im Senat geschlossen dafür stimmen. Hier könnte eine Lösung unseres Erachtens daher hilfreich für den Sektor sein.

Das Übernahmekarussell (M&A-Aktivitäten) dreht sich seit der ersten Jahreshälfte ebenfalls langsamer. Erst seit Kurzem nimmt es wieder an Fahrt auf. So wurden in den letzten Monaten mehrere milliardenschwere Übernahmen angekündigt.

Und schließlich wurde für die US-Arzneimittelbehörde (FDA) noch immer kein neuer Chef ernannt, und die Behörde prüft weiterhin fleißig Anträge auf Zulassung von COVID-19-Impfstoffen/-Therapien. Das hat zu einer gewissen Unsicherheit über jüngste Zulassungen und Zulassungsverzögerungen geführt. All diese Faktoren könnten sich nach unserer Meinung in den kommenden Monaten ändern und die künftigen Aussichten für den Biotech-Sektor aufhellen.

Biotech- und Pharmaaktien notieren gemessen an ihren KGV in der Nähe von Allzeittiefs, gleichzeitig sind die Erwartungen extrem niedrig. Vor diesem Hintergrund dürfte dem Gesundheitssektor eine Phase starker absoluter und relativer Performance bevorstehen.

Der Bedarf an M&A-Aktivitäten im Sektor ist unseres Erachtens unverändert hoch. Die 20 führenden Biopharma-Unternehmen erwirtschaften jedes Jahr einen freien Cashflow von über 150 Mrd. USD. Dabei stammen die meisten Innovationen von kleinen und mittelgroßen Biotechnologieunternehmen. Wir gehen also davon aus, dass sich das Übernahmekarussell wieder schneller drehen wird. Das wird vielen dieser Aktien zugutekommen. Die Bewertungen sind fast auf Allzeittiefs gesunken. Das dürfte ebenfalls Unterstützung bieten. Vor allem zeichnet sich der Sektor durch seine extreme Innovationskraft aus. Wir sehen Fortschritte in vielen verschiedenen Bereichen, vom Genome Editing über Gentherapien bis hin zu neuen Präzisionsonkologie-Behandlungen, bei Therapeutika ebenso wie bei Medizinprodukten. Es gibt Fortschritte in der Roboterchirurgie und insbesondere bei Diabetes, mit neuen kontinuierlichen Glukosemesssystemen und Glukosepumpen, die die Funktion der Bauchspeicheldrüse bei Diabetes-Patienten ersetzen können.

In dem Sektor gibt es unseres Erachtens also nach wie vor extrem spannende Innovationen. Die attraktiven Bewertungen bieten unseres Erachtens einen guten Einstiegspunkt für langfristig orientierte, geduldige Anleger.

 

 

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) misst den Aktienkurs im Vergleich zum Gewinn je Aktie für einen oder mehrere Portfoliotitel.

Volatilität – Das Ausmaß, in dem der Preis eines Portfolios, eines Wertpapiers oder eines Index nach oben und unten schwankt. Bei starken Schwankungen in beide Richtungen spricht man von hoher Volatilität.

Die vorstehenden Einschätzungen sind die des Autors zum Zeitpunkt der Veröffentlichung und können von denen anderer Personen/Teams bei Janus Henderson Investors abweichen. Die Bezugnahme auf einzelne Wertpapiere, Fonds, Sektoren oder Indizes in diesem Artikel stellt weder ein Angebot oder eine Aufforderung zu deren Erwerb oder Verkauf dar, noch ist sie Teil eines solchen Angebots oder einer solchen Aufforderung.

 

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  • Aktien/Anteile können schnell an Wert verlieren und beinhalten in der Regel höhere Risiken als Anleihen oder Geldmarktinstrumente. Daher kann der Wert Ihrer Investition steigen oder fallen.
  • Aktien kleiner und mittelgroßer Unternehmen können volatiler sein als Aktien größerer Unternehmen und bisweilen kann es schwierig sein, Aktien zu bewerten oder zu gewünschten Zeitpunkten und Preisen zu verkaufen, was das Verlustrisiko erhöht.
  • Wenn ein Fonds ein hohes Engagement in einem bestimmten Land oder in einer bestimmten Region hat, trägt er ein höheres Risiko als ein Fonds, der breiter diversifiziert ist.
  • Der Fonds ist auf bestimmte Branchen oder Anlagethemen ausgerichtet und kann durch Faktoren wie Änderungen der staatlichen Regulierung, dem zunehmenden Preiswettbewerb und dem technologischen Fortschritt sowie durch andere nachteilige Ereignisse stark beeinflusst werden.
  • Der Fonds kann Derivate einsetzen, um sein Anlageziel zu erreichen. Dies kann zu einer „Hebelwirkung“ führen, die ein Anlageergebnis vergrößern kann, und die Gewinne oder Verluste des Fonds können höher sein als die Kosten des Derivats. Derivate bringen jedoch andere Risiken mit sich, insbesondere das Risiko, dass ein Kontrahent von Derivaten seinen vertraglichen Verpflichtungen möglicherweise nicht nachkommt.
  • Wenn der Fonds Vermögenswerte in anderen Währungen als der Basiswährung des Fonds hält oder Sie in eine Anteilsklasse investieren, die auf eine andere Währung als die Fondswährung lautet (außer es handelt sich um eine abgesicherte Klasse), kann der Wert Ihrer Anlage durch Wechselkursänderungen beeinflusst werden.
  • Wenn der Fonds oder eine währungsabgesicherte Anteilsklasse versucht, die Wechselkursschwankungen einer Währung gegenüber der Basiswährung des Fonds abzumildern, kann die Absicherungsstrategie selbst aufgrund von Unterschieden der kurzfristigen Zinssätze zwischen den Währungen einen positiven oder negativen Einfluss auf den Wert des Fonds haben.
  • Wertpapiere innerhalb des Fonds können möglicherweise schwer zu bewerten oder zu einem gewünschten Zeitpunkt und Preis zu verkaufen sein, insbesondere unter extremen Marktbedingungen, wenn die Preise von Vermögenswerten möglicherweise sinken, was das Risiko von Anlageverlusten erhöht.
  • Der Fonds könnte Geld verlieren, wenn eine Gegenpartei, mit der er Handel treibt, ihren Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Fonds nicht nachkommen kann oder will, oder als Folge eines Unvermögens oder einer Verzögerung in den betrieblichen Abläufen oder des Unvermögens eines Dritten.
Janus Henderson Horizon Fund (der „Fonds“) ist eine SICAV nach luxemburgischem Recht, die am 30. Mai 1985 gegründet wurde und von Janus Henderson Investors Europe S.A. Janus Henderson Investors Europe S.A. kann beschließen, die Marketingvereinbarungen dieses Investmentfonds nach den einschlägigen Vorschriften zu beenden. Dies ist eine Werbeunterlage. Potenzielle Anleger sollten den Prospekt des OGAW und die wesentlichen Anlegerinformationen lesen, bevor Sie eine endgültige Anlageentscheidung treffen.
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Andy Acker, CFA

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4. Nov 2021